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| 11:58 Uhr

Güteverhandlung am Arbeitsgericht Cottbus
Evan Alexis Christ wehrt sich gegen Kündigung

Wehrt sich gegen die Kündigung: der langjährige Generalmusikdirektor am Staatstheater Cottbus  Evan Alexis Christ.
Wehrt sich gegen die Kündigung: der langjährige Generalmusikdirektor am Staatstheater Cottbus Evan Alexis Christ. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Cottbus. Die Querelen am Staatstheater landen nun vor Gericht. Der Generalmusikdirektor des Staatstheaters, Evan Alexis Christ, klagt gegen seine Kündigung. Am Montag begann die Güteverhandlung am Cottbuser Arbeitsgericht. Von Ida Kretzschmar

Eigentlich werden Güteverhandlungen im Viertelstunden-Rhythmus angesetzt. Diese könnte etwas länger dauern. Zumal das öffentliche Interesse groß ist, hat doch der Streit zwischen dem Generalmusikdirektor und Ensemblemitgliedern wochenlang für Gesprächsstoff und große Emotionen in der ganzen Lausitz und darüber hinaus gesorgt. So ist es sicher kein Zufall, dass es die letzte Güteverhandlung des Tages ist.

Vorausgegangen war ein großer Theater-Krach. Ensemble-Mitglieder hatten Christs Führungsstil massiv kritisiert. Dieser war dann zunächst beurlaubt worden. Intendant Martin Schüler tritt zum Ende der Spielzeit von all seinen Ämtern zurück. Vorstandsstiftungschef Martin Roeder erhielt eine fristlose Kündigung.

Der umstrittene Generalmusikdirektor des Staatstheaters Cottbus, Evan Alexis Christ, wehrt sich mit einer Klage gegen drei außerordentliche Kündigungen vom Ende Mai bis Anfang Juni. Zuvor war er von seiner Arbeitgeberin, der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus – Frankfurt (Oder) bereits beurlaubt worden. Christ fordere auch die Weiterbeschäftigung als Generalmusikdirektor bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens.

Das Urteilsverfahren wird in erster Instanz immer mit einer nur vom Vorsitzenden geführten Güteverhandlung ohne ehrenamtliche Richter zum Zwecke der gütlichen Einigung der Parteien geführt. In dieser Verhandlung werden keine Entscheidungen gefällt. Bleibt die Güteverhandlung erfolglos, schließt sich eine Kammerverhandlung an, die meist an einem anderen Tag stattfindet. Die Kammerverhandlung wird durch schriftliche Stellungnahmen der Parteien vorbereitet, die – anders als im Strafprozess – nicht verlesen werden.