Coldplay erhielten die Ehrung als beste Band im britisch-irischen Raum, ihr Stück "Speed of Sound" wurde zudem als bester Song ausgezeichnet. Green Day wurden als bester Rock-Act sowie für ihre Platte "Ame rican Idiot" in der Kategorie Bestes Album gekrönt. Den Preis für den besten männlichen Künstler erhielt der britische Chartstürmer Robbie Williams, die kolumbianische Sängerin Shakira wurde als bester weiblicher Star geehrt.
Die Veranstaltung im Atlantic Pavillon wurde live in mehr als 160 Länder übertragen. Zahlreiche Superstars fegten über die Bühne. Als beste Band wurden Gorillaz ausgezeichnet. Bester Rapper wurde Snoop Dogg, bester Newcomer James Blunt. Für das beste Video wurden die Chemical Brothers geehrt, Rammstein als beste deutsche Künstler.
Eröffnet wurde das Event von US-Popstar Madonna: In einen violetten Trikotanzug gehüllt, entstieg die 47-Jährige einer riesigen Diskokugel und sang erstmals "Hung Up" aus ihrem neuen Album "Confessions On A Dance Floor". Robbie Williams, der anschließend die Bühne betrat, schmeichelte der Sängerin: "Sie ist eine absolute Legende, neben der wir alle wie Amateure wirken." Der Komiker Sacha Baron Cohen, der durch den Abend führte, tat hingegen, als hätte er das "Material Girl" nicht erkannt: "Sehr mutig von MTV, die Show mit einem waschechten Transvestiten zu beginnen", meinte er spitzzüngig.
Madonna überreichte später als Patin den "Free your mind"-Preis für soziales Engagement an "Live 8"-Organisator Bob Geldof. Der 58-Jährige richtete seinerseits die Scheinwerfer vom glanzvollen Abend auf die Krisenregionen Afrikas. „Die Menschen in Afrika dürfen nicht länger an Hunger sterben - Dafür müsst ihr euch stark machen!“
Fast zeitgleich wurden in Los Angeles zum sechsten Mal die Grammys für Latino-Musik vergeben. Die Italienerin Laura Pausini wurde dabei überraschend für ihr Album "Es cucha" mit dem Latin-Grammy der besten Pop-Sängerin ausgezeichnet. Die spanische Sängerin Bebe, die in fünf Kategorien nominiert war, musste sich mit nur einer Auszeichnung als beste neue Künstlerin zufrieden geben.
Der Kolumbianer Juanes erhielt den Preis für das beste Rock-Album ("Mi sangre") und den Preis für das beste Musik-Video. Er konnte damit bereits seinen elften Grammy einheimsen. Als bestes Jazz-Album wählte die Jury "Bebo de Cuba" von Bebo Valdez aus. (AFP/pb)