Er war Schauspieler, Journalist, Möbelvertreter. In der literarischen Biografie von Heidenreich kaum ein Genre, seine Themen könnten unterschiedlicher kaum sein. Kurz vor seinem 65. Geburtstag am 30. März schreibt er an einem Krimi und plant einen autobiografischen Roman."Ich habe das Schreiben immer als eine Möglichkeit betrachtet, mir selbst über Dinge klar zu werden", erklärt Heidenreich die Themenfülle in seinen Theaterstücken, Gedichten, Romanen und Essays. Bekannt wurde er unter anderem mit dem 1981 erschienenen Theaterstück "Strafmündig", für das er später den Grimme-Preis bekam, und mit dem Erzählband "Die Gnade der späten Geburt" von 1986. Wenn er nicht gerade schreibt, spricht er Hörbücher und Dokumentarfilme. Ein Element allerdings verbindet seine Werke, egal wie verschieden sie sind: Für Heidenreich gibt es keine Literatur außerhalb der sozialen und politischen Situation. "Es entsteht immer ein sozialer Kontext", sagt er über das Schreiben. Aufruhr löste Heidenreich aus, als er als Präsident des PEN-Zentrums West in den 1990er-Jahren plante, die PEN-Zentren Ost und West zusammenzulegen. dpa/mar