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| 01:34 Uhr

Goldene Lola für „Vincent will Meer“

Berlin. Die Goldene Lola für ein Roadmovie der besonderen Art: Ralf Huettners Tragikomödie „Vincent will Meer“ hat den Deutschen Filmpreis für den besten Film gewonnen. Von Elke Vogel

Das tragikomische Roadmovie „Vincent will Meer“ hat die Goldene Lola als bester deutscher Film gewonnen. Sein Hauptdarsteller Florian David Fitz wurde am Freitagabend in Berlin für seine Rolle eines am Tourette-Syndrom leidenden Jugendlichen außerdem als bester Schauspieler ausgezeichnet. Damit folgte die Deutsche Filmakademie dem Geschmack des Kinopublikums – mehr als eine Million Menschen haben „Vincent will Meer“ bislang gesehen.

Dem Gewinner des Deutschen Filmpreises gelingt die Gratwanderung zwischen der tragischen Geschichte von drei schwer therapiebedürftigen jungen Menschen und den vielen komischen Momenten ihres Aufbruchs.

Die übrigen Auszeichnungen wurden bei der Gala zum 61. Deutschen Filmpreis eher nach dem berüchtigten Gießkannenprinzip verteilt. Die als Mitfavorit für den Hauptpreis gehandelte Einwandererkomödie „Almanya – Willkommen in Deutschland“ erhielt immerhin die Silberne Lola in der Kategorie bester Film und den Preis für das beste Drehbuch. „Wir sind wirklich platt“, meinten die Filmemacherinnen, die Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli. Die Bronzene Lola ging an An dres Veiel für sein RAF-Drama „Wer wenn nicht wir“.

Tom Tykwers mit sechs Nominierungen gestartetes Liebesdrama „Drei“ ging im Rennen um den besten Film leer aus, heimste aber insgesamt drei Preise ein: Hauptdarstellerin Sophie Rois wurde als beste Schauspielerin geehrt. Tykwer erhielt den Preis als bester Regisseur, eine weitere Auszeichnung gab es für den Schnitt von „Drei“.

Heimlicher großer Gewinner aber ist Chris Kraus' Historiendrama „Poll“ über die Schriftstellerin Oda Schaefer mit vier Auszeichnungen: Schauspieler Richy Müller nahm den Preis als bester Nebendarsteller entgegen, weitere Preise gab es für Kamera, Szenenbild und Kostümbild.