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Nominierung
Golden-Globe-Chance für Akins „Aus dem Nichts“

Regisseur Fatih Akin freut sich über die Nominierung.
Regisseur Fatih Akin freut sich über die Nominierung. FOTO: Peter Kneffel / dpa
Los Angeles. Im Januar werden die wichtigsten US-Film- und Fernsehpreise nach den Oscars und Emmys verliehen.

(dpa/ik) Das NSU-Drama „Aus dem Nichts“ hat Chancen auf den begehrten Filmpreis Golden Globe. Der Thriller von Regisseur Fatih Akin wurde am Montag (Ortszeit) in der Sparte „Bester nicht-englischsprachiger Film“ nominiert. Er konkurriert unter anderen mit dem Gewinner des Europäischen Filmpreises, der schwedischen Satire „The Square“ von Ruben Östlund.

Weitere Nominierungen in der Sparte sind der kambodschanische Film „First They Killed My Father“, „Fantastic Woman“ aus Chile und „Loveless“ aus Russland.

Akin sagte, er sei dankbar, glücklich und erleichtert. „Ich fühle mich sehr geehrt, weil ich noch nie mit einem Film so weit gekommen bin.“ Dass gerade eine so persönliche Arbeit die Chance auf die Auszeichnung habe, freue ihn besonders. „Aus dem Nichts“ ist auch der deutsche Oscar-Kandidat für den besten nicht-englischsprachigen Film.

Das Fantasymärchen „Shape of Water“ von Guillermo del Toro und Steven Spielbergs Politfilm „Die Verlegerin“ gehen als Favoriten ins Rennen um die Golden Globes. „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“ bekam in Los Angeles sieben Nominierungen für die begehrten Film- und Fernsehpreise. „Die Verlegerin“ (Originaltitel „The Post“) sammelte sechs Nominierungen ein, ebenso wie der Kriminalfilm „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ von Martin McDonagh.

Für die Musik in Christopher Nolans Kriegsdrama „Dunkirk“ wurde der Komponist Hans Zimmer nominiert. Der gebürtige Frankfurter holte damit seine 13. Nominierung in der Sparte „Beste Filmmusik“. Zwei Globes besitzt er schon. Es sei eine „Ehre“ gewesen, mit Nolan zu arbeiten, sagte Zimmer. Sie hätten ihr Bestes versucht, die Grenzen zwischen Musik und Vision verschwimmen zu lassen, so dass die Zuschauer in den Film eintauchen könnten. Der Weltkriegsfilm „Dunkirk“ wurde auch in der Hauptkategorie Bestes Filmdrama nominiert, ebenso „Call Me By Your Name“ von Luca Guadagnino.

Unter den Schauspielern mit Preis­chancen für Filmrollen sind Gary Oldman („Darkest Hour“), Tom Hanks („Die Verlegerin“), Meryl Streep („Die Verlegerin“), Michelle Williams („Alles Geld der Welt“), Hugh Jackman („The Greatest Showman“), Judy Dench („Victoria & Abdul“), Helen Mirren („Das Leuchten der Erinnerung“) und Emma Stone („Battle of the Sexes“).

In der Fernsehsparte haben Serien wie „Black-ish“, „Will & Grace“, „The Crown“, „Game of Thrones“, „The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd“ und „Stranger Things“ Chancen.

Die Auszeichnungen des Verbands der Auslandspresse (HFPA) in 25 Film- und Fernsehkategorien gelten als wichtigste US-Film- und Fernsehpreise nach den Oscars und Emmys. Die Trophäen in Form einer goldfarbenen Weltkugel werden am 7. Januar 2018 in Beverly Hills verliehen. Der Verband vergibt die Preise seit 1944, in dieser Saison zum 75. Mal. Über die Gewinner in unterschiedlichen Kategorien entscheidet eine Gruppe internationaler Journalisten, die in Hollywood arbeiten.

(dpa)