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Götz Alsmann im Amphitheater

Götz Alsmann
Götz Alsmann FOTO: dpa
Großkoschen. Götz Alsmann gastiert am Sonntag, 27. August, ab 19 Uhr im Amphitheater in Großkoschen am Senftenberger See. Gunnar Leue / leu1

Er ist ein Liebhaber und vehementer Fürsprecher der deutschen Sprache, auch was ihren Gebrauch in der Musik angeht. Seit Mitte der 1990er-Jahre singt er nur noch deutsch, weil er sich seither lieber in seiner Muttersprache ausdrücken wollte.

In der Hinsicht ist er den französischen Kollegen sehr ähnlich, mit deren Gassenhauern, aus der Feder von Charles Aznavour oder Gilbert Becaud, er aufwuchs. Diese Normalität hat Alsmann vor einigen Jahren aufgegriffen und ein Album produziert, das "Paris!" hieß und diverse französische Lieder enthielt. Nur hat er sie eben auf Deutsch eingesungen. So kam etwas heraus, was Alsmanns Ruf als "König des deutschen Jazzschlagers" bestätigt: ein swingender Mix aus Mambo, French-Tango, Rumba-Bolero und Bossa Nova. Für sein 2011 erschienenes "Paris!"-Album gab es sogar den Jazz-"Echo".

Die Reise ging weiter nach New York. Logisch, wenn man allein nach dem Titel der Dissertation des promovierten Musikwissenschaftlers geht: "Nichts als Krach: Die unabhängigen Schallplattenfirmen und die Entwicklung der amerikanischen populären Musik 1943-1963." Das Album "Am Broadway" hat Alsmann vor drei Jahren veröffentlicht. Jetzt geht die Jazz-musikalische Reise weiter nach Italien. "In Rom" lautet der dritte Teil der musikalischen Städte-Trilogie, über die Götz Alsmann sagt: "Die Idee dieser Trilogie ist ja, in Städte zu reisen, die der Unterhaltungsmusik viel geschenkt haben. Paris war eine logische Wahl, der Broadway in New York natürlich auch, und ich denke, da darf Rom sicherlich nicht fehlen. Ich habe mich auf jeden Fall voll darauf eingelassen und fast ein halbes Jahr nichts anderes gehört als italienische Lieder. Große Musik, große Schlager kamen immer aus Italien. Ich kann mich da total hineinversetzen, und ich kann sagen, ich habe sehr viel Knoblauch und Olivenöl in die Arrangements investiert."

Die Investition hat sich gelohnt, denn das in der tausendjährigen Stadt produzierte Album zeigt Götz Alsmann und seine Musikerfreunde in schönster Spiellaune und ganz individuellen Variationen der von Alsmann umarrangierten italienischen Evergreens, die auch hierzulande (fast) jeder kennt: "Quando, quando, quando", "Ca prifischer", "Arrivederci Roma!" und natürlich "Azzuro", den Celentano-Hit, den schon die Toten Hosen zur Fußball-WM 1990 coverten. Ach ja, Fußballfan ist Herr Alsmann auch. Für Preußen Münster hat er mal ein Vereinslied geschrieben. Das wird er bei seinem Konzert am Sonntag in Großkoschen aber kaum präsentieren. Aber gut, wissen kann man das nie.

Karten gibt es unter Telefon 01806 570070. Es besteht freie Platzwahl.