Endlich werden auch zwei Projekte angepackt, die wichtige Elemente der Bewerbung sind, für die bislang aber das Geld fehlte: die Sanierung der ehemaligen Synagoge und der Stadthalle.
Außerdem gilt es, den letzten großen kulturellen Höhepunkt in diesem Jahr vorzubereiten: das dritte Kunstfest im geplanten Brückenpark am kommenden Samstag mit dem Schwerpunkt zeitgenössische Musik. Rund 300 Musiker sollen dann die eigens vom Schweizer Daniel Ott komponierte "Klangspur Europa" durch die Neißestadt legen. An verschiedenen Orten werden über drei Stunden verteilt mehr als 40 Stücke gespielt.
Angesichts der näher rückenden Entscheidung - im April 2006 stellen sich Görlitz und der Konkurrent Ruhrgebiet einer europäischen Jury - packt die Stadt endlich auch Synagoge und Stadthalle an. Die Nutzung beider Gebäude ist zentraler Bestandteil der Planungen für den Brückenpark. Dieser wiederum, ein gemeinsames geistig-kulturelles Zentrum mit der polnischen Nachbarstadt Zgorzelec, soll als ein Trumpf in der Görlitzer Bewerbung stechen.
Die Synagoge konnte zuletzt nur noch unter großen Auflagen genutzt werden. In den kommenden Monaten soll der Bau nun zumindest in Sachen Sicherheit so weit auf den aktuellen Stand gebracht werden, dass wieder größere Veranstaltungen möglich sind.
Auch für die Stadthalle soll in Kürze eine Lösung präsentiert werden. Ende 2004 musste die Halle geschlossen werden. Für die Sanierung stehen Kosten von mehr als 30 Millionen Euro im Raum. Es ist ein privater Investor im Gespräch.