Später adoptiert eine reiche Araberin das Mädchen, während der zwergenhafte jüngere Bruder bei den Nonnen zurückbleibt. Über all die Jahre und die Trennungen hinweg fühlen sich die Geschwister einander verbunden, alle drei zieht es zurück in das Haus ihrer Eltern in den Bergen. Doch dieses ist in Gefahr. Durch einen geplanten Stausee drohen Haus und Dorf geflutet zu werden. Brasilien ist in diesem Jahr Schwerpunkt der Frankfurter Buchmesse. Passend dazu veröffentlicht der Hanser Verlag den preisgekrönten Debütroman der brasilianischen Journalistin Andréa del Fuego. In "Geschwister des Wassers" erzählt sie in einer poetischen Sprache mit Anlehnungen an den magischen Realismus von der schwierigen Suche nach persönlichem Glück in einer rauen, archaischen Welt.

Andréa del Fuego: Geschwister des Wassers. Hanser Verlag, München, 208 Seiten, 17,90 Euro.