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Gespräch über Literaturarchiv in Hoyerswerda

Auch der schriftliche Nachlass von Christa Wolf wird im Literaturarchiv der AdK bewahrt.
Auch der schriftliche Nachlass von Christa Wolf wird im Literaturarchiv der AdK bewahrt. FOTO: dpa
Hoyerswerda. Der Kunstverein – Freundeskreis der Künste und Literatur Hoyerswerda begrüßt am 29. Juni einen Gast, der besonders Interessantes zu erzählen weiß: Sabine Wolf, die Direktorin des Literaturarchivs der Akademie der Künste (AdK) Berlin und Betreuerin des Christa-Wolf-Archivs.

Sie spricht um 19 Uhr im Zoo-Cafe Sambesi über das Literaturarchiv der Akademie, in dem die schriftlichen Nachlässe unter anderen.von Heinrich Mann, Christa Wolf; dem Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass, Bertolt Brecht, Helene Weigel, Franz Fühmann, Arnold Zweig, Walter Benjamin und Juri Becker betreut werden. In dem Archiv sollen die größten Fonds der deutschen Literatur vom Ausgang des Kaiserreichs bis zur Gegenwart bewahrt werden. Davon wird Sabine Wolf berichten, und wie der Fortbestand gesichert wird. Am Ende vorigen Jahres gab sie den Band "Christa Wolf Briefe von 1952 - 2011" unter dem Titel "Man steht ganz bequem zwischen allen Fronten" heraus. Die dort versammelten 483 Briefe bieten einschließlich Hinweisen zu Literatur und Zeit, in der die Briefschreiber Gedanken austauschen, Einblick in den intensiven Schriftverkehr, den Christa Wolf mit Zeitgenossen nahezu aller Schichten in Ost und West, sowie mit Schriftstellern in Europa und Übersee führte. Diese Auswahl aus dem Gesamtbestand von ungefähr 15 000 Briefen Christa Wolfs zeigen die Entwicklung des geistigen Lebens von den fünfziger Jahren bis zum Anfang des neuen Jahrtausends. Martin Schmidt