(ik) Georgien ist vom 10. bis 14. Oktober Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse. Es gibt rund 150 Neuerscheinungen aus dem Georgischen. Einige Beispiele zur Anregung:

Im Alfred Kröner Verlag erscheint Tschabua Amiredschibi: „Data Tutaschchia“. Der edle Räuber vom Kaukasus ist in Georgien zum Nationalhelden geworden und wird als moderner Robin Hood bezeichnet. Tschabua Amiredschibi (1921–2013) ist einer der Kultautoren der georgischen Gegenwartsliteratur. Im Dörlemann Verlag ist gerade Dawit Kldiaschwili: „Samanischwilis Stiefmutter“ erschienen. Ein rüstiger Alter will nach dem Tod seiner Frau erneut heiraten und bringt damit seinen Sohn in Schwierigkeiten, der um sein karges Erbe fürchtet. Dawit Kldiaschwili (1862–1931) ist einer der herausragenden Schriftsteller des ausklingenden kritischen Realismus in Georgien. In der Edition Fototapeta erscheint Irma Tavelidses: „Die Erfindung des Ostens“. Langsame, verführerische Erzählungen, die zwar den Erinnerungen folgen, die aber doch durchdrungen sind von der Zeitgeschichte und der Atmosphäre eines eigentümlichen alten Landes. Die Autorin ist eine meisterhafte Stimme in der Literatur Georgiens. Nun erscheinen die Erzählungen erstmals auf Deutsch.