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Gefeiertes Debüt

Bis vor Kurzem war Matthew Thomas noch ein ganz normaler Lehrer in New York und lebte mit seiner Frau und den jungen Zwillingen in einer kleinen Wohnung im Stadtteil Queens. "Abends waren die Kinder dann im Bett, meine Frau schlief im anderen Zimmer und ich saß bis spät in der Nacht am Küchentisch und habe versucht, im Schein einer Lampe zu arbeiten", erzählte er. Christina Horsten

Rund zehn Jahre später hat es Thomas' Debütroman "Wir sind nicht wir" in den USA zum Bestseller geschafft. Zahlreiche Medien feiern den 39-Jährigen, der seinen Job als Lehrer inzwischen aufgegeben hat, schon als den "neuen Jonathan Franzen". Inzwischen ist "Wir sind nicht wir" auch in Deutschland erschienen. Es ist ein umfangreiches Familienepos aus der amerikanischen Mittelschicht, mitreißend und herzergreifend geschrieben. Im Mittelpunkt steht die Krankenschwester Eileen, die im New Yorker Stadtteil Queens aufgewachsen ist, und voller Ehrgeiz ein besseres Leben als ihre Eltern anstrebt - bis ihr Ehemann schließlich an Demenz erkrankt und die Welt um Eileen und ihren Sohn Connell herum zerfällt.

Matthew Thomas: Wir sind nicht wir. 896 Seiten, Berlin Verlag, 24,99 Euro