Beide kamen gestern in die Berliner Schaubühne, um einen großen Kollegen zu ehren: Ulrich Mühe. Der krebskranke Schauspieler war am 22. Juli im Alter von 54 Jahren in Walbeck in Sachsen-Anhalt gestorben. Zu der Gedenkfeier am oberen Kurfürstendamm, bei der sich Freunde, Angehörige und Wegbegleiter Mühes ins Theater drängten, kamen auch dessen Tochter, die Schauspielerin Anna Maria Mühe, sowie seine Frau Susanne Lothar und Darsteller wie Otto Sander und Katja Riemann.
"Ulrich Mühe war so ein kraftvoller Schauspieler", sagte Cruise am Rande der Veranstaltung. Zuvor verfolgte der Hollywood-Star den mehr als eine Stunde langen Dokumentarfilm "Die Zeit ist aus den Fugen" von Christoph Rüter (1990). Mühe hatte sich laut Schaubühne vor seinem Tod gewünscht, dass der Film, ebenso wie der Psychothriller "Funny Games" (1997) von Michael Haneke, gezeigt wird. "Die Zeit ist aus den Fugen" widmet sich der Aufführung "Hamlet/Hamletmaschine" am Deutschen Theater, bei der Mühe mit dem 1995 gestorbenen Dramatiker Heiner Müller während der Zeit des Zusammenbruchs der DDR zusammenarbeitete. (dpa/mar)