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| 09:19 Uhr

Debatte um Rundfunkgebühr
ARD und ZDF sollen noch mehr sparen

ARD und ZDF sind von der Rundfunkkomsission der Länder aufgefordert worden, noch mehr einzusparen. Die beiden Sender warnen vor weiteren Einsparungen auf Kosten des Programms.
ARD und ZDF sind von der Rundfunkkomsission der Länder aufgefordert worden, noch mehr einzusparen. Die beiden Sender warnen vor weiteren Einsparungen auf Kosten des Programms. FOTO: Soeren Stache / dpa
Leipzig. Die Politik und die öffentlich-rechtlichen Sender streiten um neue Sparrunden.

In der Debatte um die finanzielle Ausstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland sind die Fronten zwischen der Politik und den Sendern verhärtet. Vertreter der Länder zeigten sich enttäuscht, dass ARD und ZDF trotz einer entsprechenden Aufforderung keine weiteren Vorschläge für eine neue Sparrunde in ihren Häusern vorgelegt haben. Die Spitzen der Sender warnten indes vor einem spürbaren Einschnitt bei den Programmen, sollte der Rotstift noch stärker zum Einsatz kommen als schon geplant.

Gerade angesichts der Diskussion um Einsparungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Ausland müssten die deutschen Anstalten noch nachlegen, sagte der sächsische Staatsminister Oliver Schenk am Donnerstag bei einer Diskussionsveranstaltung während der Medientage Mitteldeutschland in Leipzig. „Das, was vorliegt, reicht nicht aus.“ ARD-Chef Ulrich Wilhelm warnte dagegen vor einer weiteren Sparrunde. Diese könne nur durch massive Einschnitte bei den Programmen bewältigt werden. Auch ZDF-Intendant Thomas Bellut mahnte, dass weitere Einsparungen für den Zuschauer spürbar wären.

Die Debatte um die künftige Ausstattung und den inhaltlichen Auftrag von ARD, ZDF und Deutschlandradio ab dem Jahr 2021 hatte in den vergangenen Tagen an Dynamik gewonnen. Obwohl die öffentlich-rechtlichen Sender im vergangenen Herbst Pläne für Einsparungen vorgelegt hatten, verlangte die Rundfunkkommission der Länder Nachbesserungen. Doch die Sender erteilten einem weiteren Sparpaket eine Absage.

Der Rundfunkbeitrag ist bis 2020 auf 17,50 Euro pro Haushalt im Monat festgelegt.

(dpa)