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Fürst Pücklers Verhältnis zum Berliner Hof

Cottbus. "Märkischer Landjunker" und "Herzog vom Blumenbrett" – Fürst Pücklers Verhältnis zum Berliner Hof in der privaten Korrespondenz zwischen ihm und seinem Vetter, dem Hofmarschall Pückler. Das ist das Thema eines Vortrages von Dr. red/gro

Silke Kiesant, der am Mittwoch, 20. September, um 18.30 Uhr im Besucherzentrum auf dem Gutshof Branitz beginnt.

Der Briefwechsel zwischen dem Fürsten Hermann von Pückler-Muskau und dem Hofmarschall des Prinzen Wilhelm von Preußen, Graf Hermann von Pückler, bietet eine aufschlussreiche Quelle zu politischen und gesellschaftlichen Ereignissen in Preußen. Der vertrauensvolle und oft humorvolle Ton in dieser Korrespondenz offenbart viele Details des Hoflebens und persönliche Sichten auf damals aktuelle Zeitfragen. Auch übermittelte der Hofmarschall dem Vetter die Wünsche seiner Herrschaft zur Gestaltung von Park Babelsberg, mit der der Fürst ab 1843 beauftragt worden war. Mit dieser Schöpfung etablierte sich Hermann von Pückler-Muskau endgültig als Gartenkünstler auch am preußischen Hof.

Kiesant, Kustodin bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und Co-Kuratorin der Ausstellung "Pückler. Babelsberg - Der grüne Fürst und die Kaiserin" im Schloss Babelsberg, stellt in ihrem Vortrag einige Themen vor, über die sich die beiden Pückler-Vettern in den Jahren 1843 bis 1861 brieflich austauschten, darunter die Frage, warum "Berlinchen" für den Fürsten Pückler im Laufe der Zeit ein immer unwirtlicherer Ort geworden war und warum sich der Hofmarschall scherzhaft als "Herzog vom Blumenbrett" bezeichnete.

Eintritt: drei Euro pro Person