„Halloween“, der Klassiker von John Carpenter von 1978, ist dabei eine logische wie häufige Wahl. Wer den Film allerdings schon oft genug gesehen hat, sucht Alternativen. Die LAUSITZER RUNDSCHAU stellt fünf davon vor und wünscht ihren Lesern am Halloween-Abend gutes Gruseln.

Sleepy Hollow, Regie: Tim Burton, Besetzung: Johnny Depp, Christina Ricci, 1999 – Kultregisseur Tim Burton in Bestform. Ein kopfloser Reiter treibt in der Kleinstadt Sleepy Hollow sein Unwesen. Um die bereits geschehenen Morde aufzuklären, reist Ichabod Crane (Johnny Depp) aus New York an. Ganz typisch für Burton lässt er der eigentlich grauenvollen Geschichte ausreichend Witz, um auch den nicht ganz so hartgesottenen Zuschauern nicht allzu viel zuzumuten. Allerdings: Köpfe rollen.

So finster die Nacht, Regie: Tomas Alfredson, Besetzung: Kare Hedebrant, Lina Leandersson, 2008 – Die Romanverfilmung ist der vielleicht ungewöhnlichste Vampirfilm der letzten Jahrzehnte. Der kleine Oskar (Kare Hedebrant) schließt Freundschaft mit einem Vampirkind, das in der Nachbarwohnung lebt und von einem älteren Komplizen mit Blut versorgt wird. Auch als Oskar erfährt, dass Eli (Lina Leandersson) ein Vampir ist, reißt die Freundschaft nicht ab. Was sich wie eine zuckersüße Gruselgeschichte liest, ist eine typisch schwedische Sozialstudie, die allerdings in manchen Szenen zum waschechten Horrorfilm wird.

Scream, Regie: Wes Anderson, Besetzung: Drew Barrymore, Neve Campbell, 1996 – Ein Klassiker des modernen Horrorfilms: In Woodboro treibt ein Massenmörder sein Unwesen. Vor allem an der örtlichen Highschool geht die Angst um. Scheinbar wahllos schlägt der maskierte Killer zu und tötet die Protagonisten auf brutalste Weise. Scream war der Auftakt zu einer ganzen Reihe von ähnlichen Horrorfilmen, in denen die jungen Protagonisten nach und nach einem Mörder zum Opfer fallen. Die Scream-Maske, dem Gemälde „Der Schrei“ von Edvard Munch nachempfunden, ist noch heute ein beliebtes Halloween-Kostüm.

Bram Stoker’s Dracula, Regie: Francis Ford-Coppola, Besetzung: Winona Ryder, Keanu Reeves, Anthony Hopkins, 1992 – Nach Jahren ohne Adaption des Dracula-Romans in den Kinos wagte Altmeister Francis Ford-Coppola noch einmal einen Versuch und drehte mit Starbesetzung einen Film, der vielmehr an eine Oper als an einen Horrorfilm erinnert. Die Darstellung des Grafen durch Gary Oldman wurde legendär, die Leistung von Anthony Hopkins als dessen Widersacher Abraham van Helsing wurde von Kritikern weltweit gelobt. Schockmomente gibt es wenige, brutale Szenen kaum, der Film ist vor allem eins: ästhetisch.

Das Schweigen der Lämmer, Regie: Jonathan Demme, Besetzung: Anthony Hopkins, Jodie Foster, 1991 – Noch einmal Hopkins, noch einmal ein Klassiker. „Das Schweigen der Lämmer“ ist eigentlich ein Polizeithriller, die Figur des Hannibal Lecter (Anthony Hopkins) aber wurde als brutaler Mörder zum Kult. Er soll einer jungen FBI-Agentin (Jodie Foster) bei der Aufklärung einer Mordserie helfen. Dabei ist Lecter selbst hochgefährlich – er verspeist nach dem Morden die Innereien seiner Opfer. Das Bild des Mörders, der auf eine Bahre gefesselt einen Maulkorb trägt, damit er sein Gegenüber nicht beißt, hat sich ins Filmgedächtnis eingebrannt.