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| 14:52 Uhr

Serie
Friedrich Julius Tempeltey findet „Friede in der Natur“

Carl Blechen
Carl Blechen FOTO: Michael Setzpfandt
Beate Gohrenz

Friedrich Julius Tempeltey (1802-1870) nach Carl Blechen:
Friede in der Natur, 1844, Lithografie. ©Stiftung Fürst-Pückler-Museum, Sammlung Carl Blechen.
Diese Grafik geht auf das Gemälde „Zwei Mönche im Park von Terni“ zurück. Das 63 x 51,5 cm große Bild befindet sich in der Nationalgalerie in Berlin und eine ausgeführte Vorstudie in der Cottbuser Sammlung. Ursprünglich wurde es unter dem Titel „Parthie aus dem Park des Grafen Graziani bei Terni“ 1830 auf der Ausstellung der Akademie der Künste in Berlin bekannt. Den Park in Terni besuchte Blechen auf seiner Rückreise aus Italien 1829 und fertigte einige Studien an. Zu Hause im Atelier führte er dann das Ölgemälde aus.

Seine Komposition zeigt zwei Franziskaner-Mönche in einem von Sonnenlicht durchbrochenen Waldstück. Dem Maler gelingt ein spannungsreicher Kontrast zwischen dem sonnenerhellten Waldboden, den leuchtenden Blattspitzen und dem in einer Schlucht liegenden dunklen Wald. Oben rechts auf dem Felsen ist eine Klosteranlage zu erkennen. Das Bild steht für den Einklang zwischen Mensch und Natur. Ein Thema, das Carl Blechen sonst nur sehr  selten malte.
Die Lithographie, die Julius Tempeltey 1844 – vier Jahre nach dem Tod Blechens – im Auftrag des mit Blechen befreundeten Kunsthändlers Louis Sachse fertigte, trägt den zutreffenden Namen „Friede in der Natur“. In Italien fand Carl Blechen diesen Frieden, in Berlin konnte er ihn nur nicht weiterleben, zu zerrissen war der Maler.