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| 02:39 Uhr

Freundschaft und Rivalität

FOTO: Verlag
"Meine geniale Freundin" ließ sie wie die Folge einer Fernsehserie enden, mit offenem Ausgang, an einem dramatischen Wendepunkt. Genau dort knüpft die italienische Schriftstellerin Elena Ferrante im zweiten Band ihrer Neapel-Tetralogie an, welche für die "New York Times" das "beste Porträt einer Frauenfreundschaft" ist. Lena Klimkeit

In "Die Geschichte eines neuen Namens" werden Lina und Lenù älter, während sie die gegenseitige Rivalität, die ständige Sorge um Geld und die Machenschaften der Camorra-Mafia mal zueinander, mal auseinander treiben. Geschrieben aus Sicht der schüchternen, aber klugen Elena Greco, genannt Lenù, schildert Ferrante die Jugendjahre der so unterschiedlichen Freundinnen aus einem ärmlichen Stadtteil in Neapel, die sich aller Zerwürfnisse zum Trotz über sechs Jahrzehnte lang nicht komplett aus den Augen verlieren. Doch der Roman erzählt nicht die Geschichte einer harmonischen Freundschaft. Viel mehr geht es um die Gleichzeitigkeit von Zuneigung und Häme, Aufrichtigkeit und Lüge, Gönnen und Neid. Abgründe tun sich in Ferrantes Welt überall in den Straßen des "Rione" auf .

Elena Ferrante: Die Geschichte eines neuen Namens. Suhrkamp, 624 Seiten, 22,99 Euro