Schon zum Auftakt der viertägigen Schau nahmen tausende Musikfans die Neuheiten unter den mehr als 30 000 Instrumenten in Augenschein - darunter eine E-Gitarre, die sich selbst stimmt, ein elektronisches Schlagzeug, das am Körper getragen werden kann, und Keyboards, die via Bildschirm dem Benutzer die richtigen Tasten anzeigen.
Deutschlands Instrumentenbauer und Musikproduzenten erhoffen sich von der Schau, die als wichtigster internationaler Branchentreffpunkt gilt, dauerhafte Umsatzimpulse. Im vergangenen Jahr musste Personal abgebaut werden, die Erlöse stagnierten.
Nachdem am Dienstagabend der britische Sänger und Texter Peter Gabriel den mit 15 000 Euro dotierten Frankfurter Musikpreis erhalten hatte, ging der Preisreigen gestern weiter: Drei Instrumentenbauwerkstätten aus Bayern und Baden-Württemberg erhielten den undotierten Deutschen Musikinstrumentenpreis, den das Bundeswirtschaftsministerium auslobt. Zum "Klavierspieler des Jahres" kürte der Fachverband der deutschen Klavierindustrie gestern Gottfried Böttger, der seit 1974 in der Bremer Fernseh-Talkshow "3 nach 9" in die Tasten greift. Der Preis ist mit 2000 Euro verbunden.
Parallel zur Musikmesse werden auf der Messe Prolight + Sound Neuigkeiten der Veranstaltungs- und Kommunikationstechnik präsentiert. 2005 waren bei beiden Veranstaltungen insgesamt knapp 93 000 Besucher gezählt worden - eine Zahl, die die Veranstalter auch für dieses Jahr anstreben. Nach den Fachbesuchertagen sind die beiden Messen zum Abschluss am Samstag auch für das allgemeine Publikum geöffnet. (dpa/pb)