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| 02:38 Uhr

Filmteam baut Kulissen im Flugplatzhangar

Kurze Verschnaufpause auf ihren Containerkulissen für Almut Fischer, Lisa Pintarske, Maike Kiefer und Maximilian Becht. Ab 4. August soll gedreht werden.
Kurze Verschnaufpause auf ihren Containerkulissen für Almut Fischer, Lisa Pintarske, Maike Kiefer und Maximilian Becht. Ab 4. August soll gedreht werden. FOTO: Jürgen Weser/jgw1
Finsterwalde. Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg bereiten ein ambitioniertes Filmprojekt vor. Die Dreharbeiten finden an der F 60 in Lichterfeld und in einem Hangar auf dem Flugplatz Finsterwalde-Schacksdorf statt. Jürgen Weser / jgw1

Mitte Juni stellte das Team sein Projekt an der F 60 vor, gegenwärtig werden im Hangar der Flugzeugwerft Kulissen gebaut. Dort wird vom 4. bis 7. August gedreht und am 9. August vor dem Bergheider See an der F 60.

Ursprünglich wollte man alle Aufnahmen für ,,Zorn am Volke", einen Politthriller mit Bezug zu Natur- und Flüchtlingskrisen, ausschließlich am Bergheider See drehen, erzählt Produktionsleiter Maximilian Becht, aber logistisch und sicherheitstechnisch sei es günstiger, die Innenszenen aus einem Flüchtlingslager und den Wohncontainern in dem Hangar zu drehen.

Gegenwärtig koordiniert Szenenbildnerin Maike Kiefer die Arbeiten beim Aufbau eines Wohncontainers und auch von Teilen des Zeltlagers. Grafikdesignerin Almut Fischer von der Hochschule Hildesheim und Lisa Pintarske, die Grafik in Pforzheim studiert, gehören gegenwärtig zu den Bauhelferinnen. In Ludwigsburg aufwändig hergestellte und auf alt getrimmte Containerwände stehen bereit, extra angefertigte leere Versorgungskartons der im Film agierenden Hilfsorganisation für die Flüchtlinge (es gibt Versorgungsprobleme im Lager) sind aufgestapelt, Zeltplanen werden aufbereitet.

Es gibt noch viel Arbeit, weiß Maximilian Becht. Dabei hilft die Unterstützung durch die Flugzeugwerft Aircraft Maintenance & Consulting bei Skydive wie auch durch das F 60-Team. Dort soll die große Eingangsszene gedreht werden, wofür am Strand auf 100 Quadratmetern Zelte und Containerwände aufgestellt werden müssen. Im Film wird dort Nikolai als Kämpfer einer Hilfsorganisation im Mittelpunkt stehen. Der Film kehrt die aktuelle Situation um: Der Norden Europas ist von einer riesigen Flutwelle heimgesucht worden, Nordeuropäer sind auf der Flucht. Angst vor Kriminalität und Krankheiten beherrscht die hiesige Bevölkerung. Eine große Mauer soll schützen. Außerdem wird ein führender Politiker entführt. Jede Menge Stoff für aktuelle Bezüge also. Der 20-minütige Film ist für die Filmemacher eine Etappe auf dem Weg zum Studienabschluss. Aus Ludwigsburg und von anderen Hochschulen werden 30 bis 40 Filmstudenten bei den Dreharbeiten unter Regie von Lorenz Piehl dabei sein. Neben den engagierten Hauptdarstellern werden vom Filmteam für den Dreh am 9. August an der F 60 noch zehn bis 15 Komparsen verschiedenen Alters gesucht und junge Leute (zum Beispiel Abiturienten) als Helfer für das Filmteam, bittet Maximilian Becht um Hilfe.

Als Dankeschön gibt es den Film, den Namen im Abspann, Verpflegung am Drehtag und eine Freikarte für die F 60 zum spannenden Dreherlebnis. Kontakt über Maximilian Becht 0178 1422918 oder im Netz.