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| 12:50 Uhr

Werner Herzogs „Meeting Gorbachev“ zur Eöffnung
Festival Dok Leipzig zeigt mehr als 300 Filme

Die Dok Leipzig findet in diesem Jahr zum 61. Mal statt. Foto: dpa
Die Dok Leipzig findet in diesem Jahr zum 61. Mal statt. Foto: dpa FOTO: dpa / Hendrik Schmidt
Leipzig. Das Internationale Festival für Dokumentar- und Animationsfilm legt den Fokus auf Streifen, die Transformationsprozesse abbilden oder Veränderungen anstoßen wollen.

Unter dem Motto „Fordert das Unmögliche!“ lädt vom 29. Oktober an das Filmfestival Dok Leipzig ein. In diesem Jahr präsentiert das Internationale Festival für Dokumentar- und Animationsfilm mehr als 300 Filme aus 50 Ländern, wie die Veranstalter am Dienstag in Leipzig mitteilten. Der Fokus liege auf Filmen, die „Transformationsprozesse abbilden oder Veränderungen anstoßen wollen“. Das 61. Dok-Festival, das bis zum 4. November dauert, gebe zudem Einblick in die Filmszene Litauens sowie in das Schaffen des Leipziger Künstlers Lutz Dammbeck.

In die offizielle Auswahl schafften es den Angaben zufolge 121 Dokumentarfilme und 39 Animationsfilme. Diese seien auf sechs Wettbewerbe, das Internationale Programm und die neue Sektion „Spätlese“ verteilt. Gesichtet wurden zuvor rund 3.000 Filme.

Festivalleiterin Leena Pasanen betonte, es sei bewundernswert, wie mutig die Filmemacher und Filmemacherinnen in diesem Jahrgang seien. Sie blickten kritisch in die Welt und wollten sich nicht damit abfinden, „dass sich ihre Heimatländer in Orte verwandeln, in denen sie nicht mehr leben wollen“. Die Filme schauten unter anderem auf die Grenze zwischen den USA und Mexiko, begleiteten Fahrradkuriere in Paris bei ihrem Kampf gegen Ausbeutung oder würden sich auf die Spuren des terroristischen Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) begeben.

Erstmals stammen 50 Prozent der Filme der offiziellen Auswahl von Regisseurinnen. Im deutschen Wettbewerb, für den 2017 eine Quote von 40 zu 60 eingeführt worden war, entstanden sechs von neun Filmen unter weiblicher Regie. „Mit der Quote wollten wir eine Veränderung anstoßen“, erklärte der Leiter der Auswahlkommission, Ralph Eue. Beim Auswahlprozess sei sie aber nur ein Kriterium von vielen gewesen.

61 Filme feiern den Angaben zufolge beim diesjährigen Festival ihre Weltpremiere. Sechs Filme werden erstmals in Europa, 54 erstmals in Deutschland gezeigt. Filmisch beleuchtet werden unter anderem auch das Erbe der Sowjetunion, starke Frauen und Frauenbilder sowie aktuelle politische Tendenzen in Deutschland, Europa und weltweit.

Im vergangenen Jahr waren auf dem Dok Leipzig noch 340 Filme über die Leinwände geflimmert. Das Festival findet in diesem Jahr zum 61. Mal statt. Zur Eröffnung wird das filmische Porträt „Meeting Gorbachev“ von Werner Herzog und André Singer gezeigt.

(epd/pb)