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| 17:31 Uhr

Trotz Verbesserungen
Filme von Frauen werden weniger gefördert

An der Quote scheiden sich auch in der Filmförderung noch immer die Geister.
An der Quote scheiden sich auch in der Filmförderung noch immer die Geister. FOTO: dpa / Bernd Settnik
Potsdam. () Trotz einiger Verbesserungen in den vergangenen Jahren sind Frauen im deutschen Filmgeschäft noch immer unterrepräsentiert. So erhalten Regisseurinnen, Drehbuchautorinnen und Produzentinnen auch in Brandenburg nicht die gleiche Filmförderung wie ihre männlichen Kollegen.

Das geht aus Angaben des Medienboards Berlin-Brandenburg hervor, auf die sich die SPD-Abgeordnete Klara Geywitz in einer Anfrage an die Landesregierung über Parität in der Filmförderung bezieht. Danach hatten Regisseurinnen im vergangenen Jahr 14 Millionen Euro Fördergelder für 72 Langfilme beantragt, aber nur 4,4 Millionen für 29 Streifen erhalten. Den männlichen Kollegen dagegen bewilligte das Medienboard 14,6 Millionen von den erwünschten 34,5 Millionen Euro für 127 Filme. Damit wurden 66 Filme realisiert.

In ihrem Geschäftsbericht bestätigt die Fördergesellschaft das Missverhältnis zwischen den Geschlechtern. „Frauen stoßen – trotz guter Ausbildung - in der männerdominierten Film- und Fernsehbranche immer wieder an die berühmte gläserne Decke. Ihnen fehlen nicht so sehr weibliche Regievorbilder, aber dafür tragfähige Netzwerke und familienfreundliche Arbeitszeiten.“

Auch die Landesregierung verweist in ihrer Antwort an die SPD-Parlamentarierin darauf, dass sich „branchenkulturelle Herausforderungen und Barrieren“ stärker auf Frauen als auf Männer auswirken, lehnt aber eine Filmförderung wie in Schweden ab. Dort gibt es eine Regelung, wonach die Hälfte des Filmförderungsbudgets an Regisseurinnen, Produzentinnen und Drehbuchautorinnen vergeben werden muss.

(dpa)