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| 14:34 Uhr

Nach Absage des Bauhauses in Dessau
Einladungen für Punkband Feine Sahne Fischfilet

Die  vorpommersche Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ im Mai in Demmin bei einem Auftritt auf einem Friedensfest gegen einen Aufmarsch der rechtsextremen NPD. Aus Angst vor rechten Protesten hat die Stiftung Bauhaus ein für Anfang November geplantes Konzert der linken Punkband abgesagt. Das sorgt für viel Kritik. Nun bekam die Band eine Einladung vom Berliner Kultursenator.
Die vorpommersche Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ im Mai in Demmin bei einem Auftritt auf einem Friedensfest gegen einen Aufmarsch der rechtsextremen NPD. Aus Angst vor rechten Protesten hat die Stiftung Bauhaus ein für Anfang November geplantes Konzert der linken Punkband abgesagt. Das sorgt für viel Kritik. Nun bekam die Band eine Einladung vom Berliner Kultursenator. FOTO: dpa / Bernd Wüstneck
Berlin. Signale aus den Bauhausstädten Berlin und Weimar.

Nach der Absage des Konzerts von Feine Sahne Fischfilet in Dessau wächst der Druck auf die dortige Bauhaus-Stiftung. Aus den beiden Bauhaus-Städten Berlin und Weimar kamen zwei demonstrative Einladungen für die linke Punkband. Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) setzte damit als diesjähriger Vorsitzender des Bauhaus Verbundes ein politisches Signal – ebenso der Thüringer Bauhaus-Professor Max Welch Guerra. Auch das Anhaltische Theater Dessau hat seinen Kurs geändert – von Ablehnung zur Zusicherung jeglicher Unterstützung.

Das Bauhaus Dessau hatte ein vom ZDF dort geplantes Konzert der linken Punkband am 6. November abgelehnt, nachdem rechte Gruppierungen im Internet zum Protest gegen den Auftritt der Musiker aufgerufen hatten. Man wolle kein Austragungsort politischer Agitation und Aggression werden, hieß es.

Die Band war vor einigen Jahren  wegen Gewaltaufrufen gegen Polizisten im Verfassungsschutzbericht von Mecklenburg-Vorpommern genannt worden.

(dpa)