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Farbenwelten in Rabenau

Blick in die Ausstellung
Blick in die Ausstellung FOTO: Cornell Dorr
Rabenau. Vor 80 Jahren wurde Gudrun Bröchler-Neumann geboren. Eine Ausstellung erinnert an die Künstlerin, die zuletzt in Sellendorf (Dahme-Spreewald) zu Hause war.

(red/ik) Eine Personalausstellung erinnert bis zum 20. August im Deutschen Stuhlbaumuseum der Stadt Rabenau (Sachsen) an Gudrun Bröchler-Neumann (30.06.1937 - 18.08.2013),

Am 30. Juni wäre die in Hainsberg geborene Künstlerin Gudrun Bröchler-Neumann 80 Jahre alt geworden. Zu diesem runden Jubiläum lag es nahe, eine Ausstellung mit Einsichten in ihr Lebenswerk in ihrer Heimat zu organisieren. Das Museum befindet sich nahe ihres Geburtsortes Freital-Hainsberg.

Gudrun Bröchler-Neumann war zeit ihres Lebens eine der Heimat und Natur tief verbundene Künstlerin.

Mit großer Neugier erschloss sie sich alle künstlerischen Mittel, um ihren Blick auf die Menschen und die Welt mitzuteilen. Die Grundlagen dafür schuf sie mit einer Lehre zur Porzellanmalerin in der Sächsischen Porzellanfabrik Freital-Potschappel. Dem folgte von 1956 bis 1961 das Studium an der Dresdner Hochschule für bildende Künste im Fach Wandmalerei bei Erich Fraaß und Heinz Lohmar.

Als freischaffende Künstlerin begann sie ihre ersten Arbeiten für das junge Kraftwerk Lübbenau, bevor sie Anfang der 70er-Jahre nach Cottbus zog. Doch schon bald merkte Gudrun Bröchler-Neumann deutlich, dass ihr die Stadt für das Arbeiten nach ihren Vorstellungen zu eng ist. "Das Ausdenken von Motiven ausschließlich im Atelier ist nichts für mich", schrieb sie in ihr Tagebuch in Sellendorf (Landkreis Dahme-Spreewald), wo sie zuletzt lebte.

In der Ausstellung sind Werke zu sehen, die die Vielfalt ihrer verwendeten Techniken wie Ölmalerei, Pastell, Holzschnitt, Aquarell bis hin zur Steinhauerei und Wollverarbeitung wiedergeben.

Am 16. Juli um 15 Uhr stellt die Nachlasshalterin und Tochter Jana Zadow-Dorr um 15 Uhr Auszüge aus Tagebüchern, Erzählungen und Gedichten der Künstlerin vor. Erstmalig wird es dazu abgeschriebene Auszüge aus einem Tagebuch der Jahre 1986/87 zum selbst Lesen geben.