Das Verhältnis zu dem vor einer Woche wegen Etatüberschreitungen entlassenen Intendanten sei "endgültig zerrüttet", sagte der Essener Kulturdezernent Oliver Scheytt gestern. In den kommenden zwei Wochen werde es Gespräche mit Kaufmanns Anwälten über eine Abfindung geben. Zugleich hätten sich schon "mehrere namhafte" Nachfolgebewerber gemeldet. Am 14. Oktober tagt die Findungskommission.

Künftig müsse die Philharmonie ihr Programm besser mit den nahe gelegenen Häusern Dortmund, Duisburg und demnächst Bochum abstimmen. So könne die nötige Auslastung leichter erreicht werden, sagte Scheytt. In den Aufsichtsrat der Essener Theater und Philharmonie Gesellschaft (TUP) sollten außerdem weitere Wirtschaftsvertreter einziehen. Unternehmer aus der Region - darunter der Chef der Krupp-Stiftung, Berthold Beitz - hatten Kaufmanns Entlassung kritisiert und auf die Rücknahme der Entscheidung gedrungen, ebenso wie der renommierte Dirigent Kurt Masur.dpa/pb