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"Es wird auch diesmal magisch"

FOTO: dpa
Er ist der erste internationale Popstar, der nach den beiden nationalen Helden Helene Fischer und Herbert Grönemeyer im Dresdner DDV-Stadion auftreten wird: Am 26. Juni reist Robbie Williams an, um hier das erste seiner diesjährigen sieben Deutschlandkonzerte zu geben.

Robbie, Sie waren ja schon zweimal in Dresden - einmal als Gast der TV-Show "Wetten, dass . . .?" und dann 2006 bei zwei großen Open-Air-Shows. Haben Sie noch irgendeine Erinnerung an die Stadt?
Williams An die Stadt weniger, aber ich erinnere mich dafür sehr gut daran, dass das Publikum bei den Konzerten sehr herzlich war. Und daran, dass es einfach echt viele Leute waren. Natürlich weiß ich auch, dass Dresden eine Stadt mit großer Geschichte ist. Das wiederum konnte ich durch den warmen Empfang spüren.

2006 traten Sie vor 150 000 Fans auf. Aber während der Shows sagten Sie die legendären Worte "I feel like Scheiße", weil Sie erkältet waren und wohl noch kurz vorm Auftritt eine riesige Spritze verpasst bekamen. Sind Sie diesmal konditionell besser vorbereitet?
Williams Na klar, ich bringe meine spezielle Art fetter Unterhaltung mit nach Dresden, schließlich heißt ja auch meine aktuelle Platte "The Heavy Entertainment Show". Da bleibt nichts dem Zufall überlassen. Ich konnte damals eine magische Erfahrung machen, dem Publikum ging es genauso. Und ich hoffe, es wird auch diesmal für uns alle magisch.

"The Heavy Entertainment Show" ist Ihr elftes Album. Waren Sie vor der Veröffentlichung eigentlich immer noch so nervös wie vor der ersten Platte?
Williams Und wie. Das geht auch nicht weg. Ich spüre ein sehr schweres Gewicht auf meinen Schultern. Ich will das Schiff, das meine Karriere ist, weiterlaufen lassen, auch, wenn die Gewässer mal unruhig sind. Ich will auch mein nicht gerade kleines Ego zufriedenstellen. Ich weiß nicht, ob mein Ego es aushielte, wenn die Fans plötzlich alle weg wären. Das ist eine Sorge, die mich praktisch permanent plagt.

Ihr letztes Dresden-Konzert war am Tag nach dem Finale der Fußball-WM 2006 in Berlin. Jetzt spielen Sie selbst im Stadion. Liegt Ihnen das besonders?
Williams Ja, in einem Stadion aufzutreten, das ist etwas ganz anderes, als in einem Saal zu spielen. Eine besondere Herausforderung.

2006 trafen Sie sich selbst mit ein paar Jungs aus Dresden für ein Fußballspiel. Kicken Sie noch immer regelmäßig?
Williams Unglücklicherweise liegen meine Fußballtage schon hinter mir, weil ich mir dabei etliche Verletzungen eingefangen hatte. Aber ich mische noch sehr gerne von der Seitenlinie aus mit. Haben Sie meinen letzten großen Auftritt nicht gesehen? Nein? Das war ein riesiger Erfolg. Im vergangenen Jahr durfte ich beim Unicef-Benefiz-Turnier "Soccer Aid" die englische Mannschaft managen. Und wir haben gewonnen! Das lief so großartig, dass ich dann doch nicht widerstehen konnte und mich für die letzten zehn Minuten selbst eingewechselt habe.

Wenn Sie nicht mehr kicken - womit halten Sie sich jetzt fit?
Williams So wie wahrscheinlich alle. Ich flitze regelmäßig auf dem Laufband, mache zudem Pilates und Yoga.

Gerüchten zufolge reisen Sie samt Familie zum Konzert nach Dresden. Stimmt das?
Williams Na ja, ich bin mir leider noch nicht ganz sicher, ob das klappt. Aber ich liebe es, alle auf Tour dabeizuhaben. Also hoffe ich schon sehr, dass es klappt, und bin mir sicher: Meine Frau wird Dresden lieben.

Ihre Frau Ayda Field soll ja, so heißt es, die Vernünftigere in Ihrer Beziehung sein, richtig?
Williams Das kann ich so eigentlich nicht sagen. Nein, meine Frau ist mir ziemlich ähnlich. Sie ist auch ein bisschen durch den Wind, verrückt, chaotisch. Ich habe mich immer hingezogen gefühlt zu schrägen Menschen. Und auch die Kinder sollen später bitte nicht zu vernünftig und spießig werden. Das ist doch langweilig.

Aha. Was ist Ihnen denn bei der Erziehung wichtig?
Williams Ich will nicht, dass die beiden sich eines Tages so sehr hassen, wie ich mich als Jugendlicher gehasst habe. Ich hoffe, mit der Liebe, die wir ihnen geben, haben sie eine Chance. Bis jetzt sind sie sehr glücklich, sie haben eine tolle Zeit. Und sagen wir so, sie leben nicht in einer vergleichbaren Welt zu der Welt, in der ich als Vierjähriger lebte. Was für die Kids normal ist, wäre für mich surreal gewesen.

Mit Robbie Williams sprachen

Heinrich Maria Löbbers

und Andy Dallmann, SZ

Karten bei der RUNDSCHAU und anderen Vorverkaufsstellen. Wir verlosen drei Mal zwei Freikarten für das Konzert in Dresden unter allen, die von heute bis Pfingstmontag unter der Hotline anrufen: 01379 887211 (legion, 0,50 Euro/Anruf aus dem Festnetz der DTAG, ggf. abweichende Preise aus dem Mobilfunknetz)