Kabarettisten sind nicht selten Menschen mit Marotten, haben oft feste Rituale. Auch auf Festival-Organisatoren trifft das wohl zu. Sowieso auf Macher von Kabarett-Festivals. In Cottbus wird ein solches jedes Jahr im Januar unter dem Motto "Ei(n)fälle" veranstaltet, und man erfährt immer schon einige Zeit vorher etwas über das Programm.

Aber niemals vor dem Welttag des Eies! Der muss immer erst abgewartet werden, sonst bringt das Unglück! Dieser Tag nun wird zumeist auf den 11. Oktober terminiert, er wurde aber auch schon am 8. Oktober gesichtet, es gibt da ein paar Unsicherheiten.

Anfang Oktober, darauf können wir uns einigen. Nun also: Vom 16. bis 19. Januar 2014 erwartet Cottbus zum 19. Mal die studentische Kabarettszene Deutschlands. Dabei darf man sich auf eine Mischung aus Bewährtem und Neuentdeckungen freuen. Anna Piechotta, die Hengstmann Brüder, ROhrSTOCK, der Prolästerrat für Studienungelegenheiten oder der Berliner Michael Feindler haben längst ihre Fans in Cottbus, Neulinge wie Christin Henkel, Robert Alan, Lars Redlich oder Nächstenliebe wollen sich erst noch welche erobern.

Nachdem's im Januar dieses Jahres so gut funktioniert hat, präsentiert sich das Festival erneut als ganze Satire-Woche. Vor den vier Kerntagen von Donnerstag bis Sonntag mit acht Veranstaltungen gibt es weitere vier zum Teil Genre übergreifende Veranstaltungen, die die Lust auf die Festivaltage wecken sollen. Mit insgesamt 30 teilnehmenden Gruppen beziehungsweise Solisten aus elf Bundesländern entspricht die Anzahl der Teilnehmer der des Vorjahres. Dabei ist vom Solisten bis zum Ensemble, vom Heiteren bis Nachdenklichen, vom Trash bis zum Intellektuellen wieder von allem was dabei.

Immer mal wieder gibt's was Neues: Diesmal ist es das Special am Samstagnachmittag mit der SchülerAkademie. Dabei handelt es sich um ein außerschulisches Programm zur Förderung besonders leistungsfähiger und motivierter Schülerinnen und Schüler. Etwa zehn Teilnehmer der durch die Akademie veranstalteten Kabarettkurse kommen nach Cottbus und werden Ergebnisse ihrer Tätigkeit präsentieren. Erstmals in der Festivalgeschichte sind dabei die Künstler jünger als das Festival.

Eine Premiere feiert auch die Zusammenarbeit mit der Cottbuser Galerie Haus 23. Hier wird am 10. Januar die gemeinsam veranstaltete Ausstellung "SaTiere" von Rainer Sperl eröffnet.

Kurzfassung: viel Kabarett, eine KurzFilmNacht, eine Kinderveranstaltung, dann für Hartgesottene wieder die Late-Night-Show der Herkuleskeule sowie zum zweiten Mal der Science Slam, der im Januar 2013 einen so sensationellen Zuspruch erlebt hatte. Die Öffnungszeit des Festivalklubs wird auf drei Tage ausgedehnt, und er befindet sich in der Bühne acht. Zum Abschluss am Sonntagmittag werden sich wieder die Freunde des Satirischen Lese-Bühnen-Brunches in der Mensa der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) gegenseitig auf den Füßen stehen.

Das komplette Programm kann online unter www.studentenkabarett.de aufgerufen werden. Inklusive des Rahmenprogramms warten 16 Veranstaltungen auf vier Bühnen auf das Publikum. Der Kartenvorverkauf beginnt am 10. Dezember. Tickets sind dann beim Cottbus-Service in der Stadthalle, in der BTU-Mensa sowie online erhältlich.