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Erste Schauspiel-Premiere an Berliner Volksbühne

Die syrischen Theatermacher Omar Abusaada und Mohammad Al Attar präsentieren eine ungewöhnliche Ins-zenierung.
Die syrischen Theatermacher Omar Abusaada und Mohammad Al Attar präsentieren eine ungewöhnliche Ins-zenierung. FOTO: dpa
Berlin. Nach dem Ende der knapp einwöchigen Besetzung der Berliner Volksbühne hat das Theater am Samstagabend seine erste Schauspiel-Premiere unter dem neuen Intendanten Chris Dercon gefeiert. Gezeigt wurde eine ungewöhnliche, mit Laiendarstellerinnen besetzte "Iphigenie"-Inszenierung der syrischen Theatermacher Omar Abusaada und Mohammad Al Attar. dpa/uf

Schauplatz der Premiere war allerdings nicht das Stammhaus des Theaters am Rosa-Luxemburg-Platz, sondern ein Hangar auf dem stillgelegten Flughafen Berlin-Tempelhof. Dort hatten der Belgier Dercon und sein Team vor drei Wochen die Spielzeit mit dem zehnstündigen Tanzspektakel "Fous de Danse - Verrückt nach Tanz" gestartet. In der Adaption des Euripides-Dramas "Iphigenie" standen neun junge Frauen aus Syrien auf der Bühne, die als Flüchtlinge nach Berlin kamen. Das antike Drama wird gespiegelt in Szenen, in denen die Frauen in einem Bewerbungsgespräch für die Rolle der "Iphigenie" vorsprechen. Gespielt wurde auf Arabisch mit deutschen und englischen Übertiteln. Wegen eines Ausfalls dieser musste eine kurze Pause eingelegt werden, bis die Technik wieder funktionierte.