Demi Moore beschwor Familienwerte und brachte deshalb ihren Ehemann Ashton Kutcher mit nach Berlin. Als Überraschungsgast schritt zudem Keira Knightley über den roten Teppich. Was Glamour aus Hollywood angeht, haben die 59. Internationalen Filmfestspiele Berlin zum Endspurt mächtig aufgeholt. Zellweger begeisterte am Donnerstag in dem charmanten und geistreichen Roadmovie "My One And Only". Regisseur Richard Loncraine ("Richard III.") erzählt darin von einer ebenso energischen wie flatterhaften Mutter, die in den USA der 50er-Jahren mit ihren heranwachsenden Söhnen von Stadt zu Stadt tingelt, um einen reichen Ehemann zu finden. Ob der Jury unter Vorsitz von Tilda Swinton die romantische Komödie gefällt, ist allerdings fraglich. Im Rennen um den Goldenen Bären, der am Samstagabend verliehen wird, haben sich inzwischen drei Filme als deutliche Favoriten vom Feld der Verfolger abgesetzt: Dem Franzosen Rachid Bouchareb gelang mit "London River" ein unsentimentaler und dadurch umso berührender Film über die Annäherung der Kulturen. Brenda Blethyn und Sotigui Kouyate spielen eine Mutter und einen Vater, die nach den Terroranschlägen in London im Juli 2005 verzweifelt ihre verschwundenen Kinder suchen. Was der Irak-Krieg für die Menschen in den USA bedeutet, das erzählt der zweite Bären-Favorit. In dem US-Beitrag "The Messenger" von Oren Moverman spielen Ben Foster und Hollywoodstar Woody Harrelson Soldaten, die als Armee-Boten den Familien von Gefallenen die Todesnachricht überbringen - ein starker Film. Dritter Bären-Anwärter ist immer noch der deutsche Beitrag "Sturm", Hans-Christian Schmids unprätentiöser Film über die Arbeit des Kriegsverbrechertribunals in Den Haag. dpa/sts