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„Emmas Glück“ mit dem Gilde-Preis ausgezeichnet

Leipzig.. Die Leipziger Filmkunstmesse ist gestern mit einem deutlichen Plus bei den Besucherzahlen zu Ende gegangen. Mehr als 1000 Fachbesucher kamen nach Veranstalterangaben, um neue Kinoproduktionen zu sehen und über Branchenstrategien zu diskutieren.

Die Publikumsvorführungen mit 42 Filmen wurden von rund 4500 Zuschauern besucht. Dies ist laut Veranstalter ein Zuwachs um zehn Prozent. Bei dem diesjährigen fünftägigen Branchentreffen der Programmkinos und Filmkunsttheater wurde der Anteil der öffentlichen Vorführungen in diesem Jahr erhöht.
Den diesjährigen Publikumspreis erhielt der Streifen „Frei nach Plan“ von Franziska Meletzky. Der Film soll am 6. März 2008 in die Kinos kommen. Größere Programmkinos werden einer Studie zufolge immer beliebter. Wie die Filmförderungsanstalt gestern anlässlich der Messe mitteilte, ist die Anzahl der Programmkinosäle 2006 gegenüber dem Vorjahr um 9,2 Prozent auf 660 Leinwände gestiegen. Zudem gab es bundesweit ein Besucherplus von 17,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Organisator der Filmkunstmesse ist die AG Kino-Gilde, der Interessenverband der Programmkinos und Filmkunsttheater. Dem Netzwerk gehören derzeit rund 290 Kinobetreiber an. Die nächste Filmkunstmesse ist vom 8. bis 12. September 2008 in Leipzig. Zu den Höhepunkten der Veranstaltung gehörte die Verleihung des undotierten Gilde-Filmpreises am Donnerstag. Dabei wurde das Drama „Emmas Glück“ von Sven Taddicken als bester deutscher Streifen ausgezeichnet.
Bester ausländischer Film wurde „Volver“ von dem spanischen Filmregisseur Pedro Almodovar. Der Gilde-Filmpreis wird seit 1977 jährlich verliehen. Seit 2004 wird der Preis der deutschen Filmkunsttheater auch an einen Dokumentarfilm vergeben. In diesem Jahr wurde „Full Metal Village“ von Sung-Hyung Cho gewürdigt. (dpa/pb)