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| 02:41 Uhr

Eine Zeitreise mit vielen Begegnungen

V ier Jahre nach der Eröffnung des neuen Cottbuser Stadttheaters beschließt 1912 Theaterdirektor Otto Maurenbrecher (1911-1920), die Oper ganzjährlich anzubieten und benötigt dafür ein ständig präsentes Orchester. Die Leitung des nunmehr auf 32 Musiker verstärkten Orchesters liegt für die nächsten beiden Spielzeiten in den Händen des 1.

Kapellmeisters Hans Philipp Othmer (1912-14). Othmers erste große Aufgabe ist die musikalische Leitung der Beethoven-Oper "Fidelio" am 6. Oktober 1912.

In den nächsten beiden Jahren bringt das Orchester in jeder Spielzeit etwa 25 bis 30 Operetten und Opern zur Premiere. Dazu wird im Januar 1913 erstmals ein volkstümlicher Konzert-Abend im Cottbuser Theater angeboten. Zwei Jahre später stoppt der Erste Weltkrieg diesen verheißungsvollen Anfang.

Im Schauspiel hat Theaterdirektor Ernst Immisch (1920-25) die Morgenfeier eingeführt. Zunächst gibt es mehrmals "Literarische Morgenfeiern", ab 1922 auch die erste "Musikalische Morgenfeier", die 11 Uhr beginnt und gleichzeitig als "Symphoniekonzert" bezeichnet wird. In den nächsten Jahren folgen regelmäßig "Musikalische Morgenfeiern" bzw. "Musikalische Morgenaufführungen", zunächst organisiert von der Bläservereinigung des Stadttheaters Cottbus, ab 1925 über mehrere Jahre unter der Leitung von Konzertmeister Peter Heppes und seinem Heppes-Quartett.

Ab 1930 hat Georg Meyer (1930-33) die musikalische Oberleitung und eröffnet dauerhaft die Reihe der Sinfoniekonzerte, weiterhin ergänzt durch die bewährten musikalischen Morgenfeiern.

Mehrmals steht Anfang der 1930er-Jahre der Fortbestand des Theaters in Frage. Überlegungen, den Spielbetrieb einzuschränken und eventuell wieder auf die Oper zu verzichten, werden verworfen, da sich gezeigt hat, dass nur die Dreiteilung Oper, Operette, Schauspiel die erhofften Einnahmen bringen kann. Dabei sind die Personalkosten durch die Notverordnungen bereits stark herabgedrückt, wie Intendant Hans Thiede (1930-41) bedauert.