Sein Engagement für die Rechte der Schwarzen im Amerika von Martin Luther King, gegen Hunger und Rassismus in Afrika, den Vietnamkrieg und Mittelstreckenraketen in Westeuropa riss Menschen in vielen Ländern der Erde mit. Er hatte Fans in der alten Bundesrepublik wie in der DDR. Jetzt kommt die Lebensgeschichte des Sängers, Schauspielers und Bürgerrechtlers mit der Dokumentation "Sing Your Song" bei uns in die Kinos.

Der Film der US-amerikanischen Regisseurin Susanne Rostock zeigt die Entwicklung des charmanten Frauenschwarms vom Gute-Laune-Sänger zum Bürgerrechtler. Szenen aus jener gar nicht fernen Zeit, in der es im Land von Präsident Barack Obama noch unsittlich war, dass eine weiße Schauspielerin ihre Hand auf den Arm eines schwarzen Sängers legte. Auch Episoden zu seinen vier Kindern und drei Frauen kommen in dem Film, den seine jüngste Tochter Gina mitproduziert hat, nicht zu kurz.

Bis heute sorgt sich Belafonte um gesellschaftliche und soziale Probleme. Er habe sein Leben eigentlich mit Reflexion beenden wollen, sagte er kürzlich bei einer Voraufführung in Berlin. "Aber es gibt einfach zu viel zu tun auf der Welt."

USA 2010, 98 Min., FSK ab 0, von Susanne Rostock, mit Harry Belafonte, Martin Luther King Jr., Nat King Cole