Das 24. Cottbuser Filmfestival ist seit dem gestrigen Dienstagabend offiziell eröffnet: sechs Tage osteuropäische Filmkunst mit einem glamourösen Startschuss im Staatstheater.

An politischer Prominenz hat es zur Eröffnung nicht gemangelt. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) war da, der CDU-Landesvorsitzende Michael Schierack auch. Der designierte Cottbuser Bürgermeister Holger Kelch (CDU) hat es sich ebenfalls nicht nehmen lassen, ein paar Worte zum Filmfestival zu sagen.

Die 164 Filme beim diesjährigen Festival zeigten, dass Selbstbestimmung immer neu erkämpft werden müsse, sagte Woidke. Was für den thematischen Fokus auf die Homosexualität beim Festival gelte, habe vor genau 25 Jahren auch für Bürger der DDR und anderer Staaten im Osten Europas gegolten. Das Festival sei "einmal mehr auch ein starkes Plädoyer für die gesellschaftliche Pluralität", so der Ministerpräsident weiter. Passend also, dass die Eröffnung genau 25 Jahre nach der größten Kundgebung der DDR am Berliner Alexanderplatz stattfand.

Festival-Programmdirektor Bernd Buder versprach eine spannende Film-Auswahl, bei der es gelungen sei, auch leichte Filme zu finden, die trotzdem zum Schwerpunkt "Queer East" passen. Und Bernd Schiphorst, Vorsitzender des Festival-Kuratoriums hat versprochen, dass es den Fußballern von Energie Cottbus irgendwann wieder so gut gehen werde, wie es dem Festival derzeit geht. Und dass das Thema Homosexualität gerade im Osten Europas noch immer eine beklemmende Aktualität habe.

Musikalische Unterstützung für die Redner kam von Sängerin Maren Montauk und der Band Oak. Als filmische Eröffnung gab es die ungarische Produktion "Underdog", in dem - ganz ohne Spezialeffekte - 250 Hunde die Hauptrolle übernehmen.