Während seines Aufenthalts traf Klaus Wowereit auch - dank der Vermittlung von Thomas Gottschalk - mit Gouverneur Arnold Schwarzenegger zusammen. Offiziell handelte es sich um einen Privattermin, aber man habe sich auch über Umwelt- und Klimaschutz unterhalten, hieß es. Anschließend war Berlins Stadtoberhaupt dabei, als der Medienboard Berlin-Brandenburg Hollywoodvertretern einige neue deutsche Filmförderrichtlinien vorstellte, um ihnen den hiesigen Drehstandort noch näher zu legen. Auch die niedrigen Berliner Hotel- und Restaurantpreise sollen nicht zu erwähnen vergessen worden sein. Am besten verkauft sich Berlin eben - da können deutsche Verfassungsrichter noch so spotten - als arm, aber sexy.
Ausgerechnet der momentan weltberühmteste deutsche Regisseur findet das jedoch gar nicht. Florian Henckel von Donnersmarck stoße sich am "Phlegma" seiner Heimatstadt, er habe sie nie gemocht, verriet sein Bruder zugleich mit der Nachricht, dass der Oscargewinner mit Familie nach Hollywood ziehen werde. Abgesehen von den beruflichen Möglichkeiten ist dort auch das Wetter besser.
Wobei sich Letzteres ja gerade ändert. Jüngst sorgte das Hoch "Maggi" hier für fast kalifornische Temperaturen. Die zweite Besonderheit an dem Hoch war übrigens der Name. Seit etlichen Jahren verkauft die FU Berlin Wetterpatenschaften, um zum Beispiel studentische Arbeitskräfte bezahlen zu können. Diesmal hatte eine Werbeagentur für die Suppenfirma den Namen für 299 Euro erworben. Weil Unternehmen eigentlich nur zulässig sind, wenn sie wie ein Vorname heißen, wurde die Aussprache Mäggi empfohlen.
Wenn das mal keine Kreise zieht. Vielleicht gibt es ja bald ein Hoch "Mercedes". Tiefs sind übrigens billiger, vermutlich wollen damit weniger Leute in Verbindung gebracht werden. Wobei, in der Werbung gelten bekanntlich andere Regeln. Hätten die Hollywood-Leute gewusst, dass man den Namen eines Tiefs für 199 Euro bekommt, würde es jetzt zum Kinostart des Films "Bobby" über den Bruder des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy ein Tief "Bobby" geben.