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Dresdner Musikfestspiele mit Besucherschwund

Dresden.. Rund 60 000 Kunstfans haben in diesem Jahr die Dresdner Musikfestspiele besucht. Damit dürfte das Musenfest seinen Ruf als besucherstärkstes Klassik-Festival in Deutschland verloren haben. Im Vorjahr hatte die Leitung 140 000 Menschen gezählt.

Als Grund für den Schwund nannte Intendant Hartmut Haenchen das reduzierte Konzertangebot als Folge von Einsparungen. Während 2006 mehr als 100 Veranstaltungen im Programmheft standen, waren es diesmal 64. Die Auslastung lag bei durchschnittlich 70 Prozent. Zum Vergleich: Beim Schleswig Holstein Musik Festival waren 2006 bei 141 Konzerten und 117 000 Gästen 85 Prozent der Plätze besetzt.
Dennoch zog Haenchen nach dem Finale am Sonntag eine positive Bilanz zum Jubiläumsfest - die Dresdner Festspiele feierten den 30. Geburtstag. Gäste beim 30. Jahrgang waren unter anderen der Pianist Alfred Brendel und das Helsinki Philharmonic Orchestra mit Leif Segerstam. Finnlands Hauptstadt war "Gaststadt". Der Geiger Gidon Kremer erhielt den mit 25 000 Euro dotierten "Saeculum"- Preis der Festspiele und der Uhrenmanufaktur Glashütte Original.
Im kommenden Jahr trägt Haenchen letztmals die Verantwortung. Sein designierter Nachfolger ist der Cellist Kai Vogler. (dpa/pb)