Zwei sehr unterschiedliche Frauen treffen sich im Zug: eine Prostituierte auf der Flucht vor der Polizei und die Tochter eines früheren Ministers auf dem Weg ins Dorf ihrer Kindheit. Sie stellen fest, dass sie mehr gemeinsam haben als sie ahnten. In "Drei Tage im September" erzählt Regisseur Darijan Pejovski eine spannende mazedonische Thelma-und-Louise-Story, die noch einmal am heutigen Sonnabend um 10 Uhr im Cottbuser Weltspiegel zu sehen ist. Sicher einer der Favoriten.

Mit "Fair Play" geht Andrea Sedlácková ins Tschechien Anfang der 80er-Jahre zurück. Die 18-jährige Anna ist Olympia-Kader und soll leistungssteigernde Substanzen nehmen. Es geht zudem um Ausreise, Stasi, bleierne Zeit, moralische Konflikte im Sozialismus. Straight und für einen tschechischen Film erstaunlich humorlos inszeniert (heute, 16.30 Uhr, Weltspiegel).

Die 30-jährige Liza möchte endlich einen Mann, Gesellschaft leistet ihr aber nur ein gelegentlich erscheinender toter japanischer Schlagerstar. Der dafür sorgt, dass alle Männer, die was von Liza wollen, leider sterben. "Liza, die Fuchsfee" von Károly Ujj Mészáros ist eine ziemlich abgefahrene Liebskomödie mit viel schwarzem Humor, ein buntes Horrormärchen, das in seinem Herkunftsland Ungarn zum Publikumsrenner wurde. Muss man mögen (heute, 14.30 Uhr, Weltspiegel).

Drei serbische Loser haben endlich eine Plan. Sie eröffnen ein Pizzeria! Zunächst aber geht natürlich wieder alles schief. Aber dann gibt's eine unkonventionelle Geschäftsidee . . . "Pizza Deluxe" (heute, 12 Uhr, Weltspiegel) ist beste komödiantische Unterhaltung. Was nicht verwundern kann, denn der Regisseur heißt Jan Cvitkovic, Cottbuser Hauptpreisträger von 2005 mit "Von Grab zu Grab". Beide Daumen nach oben!