LaFee wurde als beste deutsche Künstlerin in der Sparte Pop/Rock und als Nachwuchsstar ausgezeichnet. Die Musiker von Silbermond gewannen mit "Das Beste" den Titel für den "Hit des Jahres" und wurden als Live-Band geehrt. In den Kategorien Internationale Rock/Pop-Sänger siegten die Briten Katie Melua und Robbie Williams, beste internationale Rock/Pop-Band wurden die Red Hot Chili Peppers.
Bei den deutschen Männern sicherte sich Grand-Prix-Kandidat Roger Cicero ("Frauen regier'n die Welt") den Titel als bester Pop/Rock-Sänger. Den Preis als bester deutscher Hip-Hop-Künstler gewann Bushido, in der Band-Kategorie Rock/Pop triumphierte Rosenstolz, und beste Schlagersängerin wurde Andrea Berg, die zum vierten Mal einen Echo abräumte. Den Rekord hält allerdings die Volksmusiktruppe Kastelruther Spatzen, die zum zehnten Mal einen Echo mit nach Hause nahm.
Die junge Nachwuchsmusikerin LaFee zeigte sich ganz überwältigt. Zu Tränen gerührt nahm sie den Musikpreis entgegen. "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", rief sie und bedankte sich bei ihren Fans.
In der gelungenen dreieinhalbstündigen Show sorgten hochkarätige Stars wie Jennifer Lopez, Take That, Katie Melua, Simply Red, Tokio Hotel, die No Angels und die Fantastischen Vier für Furore. Einige Gewinner fanden allerdings nicht den Weg nach Berlin: Robbie Williams, die Red Hot Chili Peppers und Eminem blieben der Gala fern. Der irische Sänger Bono von der Rockband U2 kam jedoch und wurde mit einem Ehrenpreis für seinen weltweiten Kampf gegen Aids und Armut ausgezeichnet.
Produzent Ralph Siegel durfte sich über einen Preis für sein Lebenswerk freuen. Als Laudatorin bewegte ihn Sängerin Nicole, mit der er 1982 den Grand-Prix-Erfolg von "Ein bisschen Frieden" gefeiert hatte, zu Tränen.
Eine Sonderehrung für sein Lebenswerk erhielt auch Sänger Yusuf, besser bekannt als Cat Stevens ("Morning Has Broken"). Er wurde als "Brückenbauer" zwischen den Kulturen gewürdigt.
Der Echo gilt neben den Brit Awards und dem amerikanischen Grammy als einer der bedeutendsten Musikpreise und wird von der Deutschen Phono-Akademie vergeben. Maßstäbe sind die Verkaufszahlen und die Hitparaden-Platzierungen der Künstler. (dpa/pk)