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| 11:05 Uhr

Trauer um DJ Avicii
"Die Partys werden jetzt groß im Himmel"

Stockholm. Der frühe Tod des schwedischen DJs Avicii hat weltweit Bestürzung ausgelöst. Fans und Musiker trauern, auch das schwedische Königshaus äußert sich bestürzt. Viele trösten sich mit der Musik des Schweden.

Der frühe Tod des schwedischen DJs Avicii hat weltweit Bestürzung ausgelöst. Fans und Musiker trauern, auch das schwedische Königshaus äußert sich bestürzt. Viele trösten sich mit der Musik des Schweden.

Tim Bergling, wie Avicii mit bürgerlichem Namen hieß, war am Freitag tot aufgefunden worden, wie seine Sprecherin Ebba Lindqvist mitteilte. "Die Familie ist am Boden zerstört." Eine Todesursache wurde zunächst nicht mitgeteilt. Nach bisherigen Angaben war Aviciis lebloser Körper in Maskat, der Hauptstadt des Oman, entdeckt worden. Nähere Informationen waren zunächst nicht zu bekommen. Die Polizei in Oman und die staatlichen Medien des Sultanats hatten am Freitagabend keinen Bericht zum Tod des schwedischen Weltstars.

"Danke für deine schönen Melodien"

Avicii wurde nur 28 Jahre alt. Sein plötzlicher löste weltweit Bestürzung aus. Auf Twitter, Facebook und Instagram finden sich unzählige Postings, in denen Freunde, Weggefährten und Fans ihre Trauer bekunden. "Die Partys werden jetzt groß im Himmel", schrieb ein Twitter-Nutzer. Ein anderer tröstete sich mit der Musik des Schweden: "Wake Me Up von Avicii mit voller Lautstärke im Auto auf dem Weg zur Arbeit hören. Ehre, wem Ehre gebührt."

"Mir fehlen die Worte", schrieb der deutsche DJ Felix Jaehn (23) bei Twitter. Ohne Avicii wäre er nicht dort, wo er jetzt sei. Dessen Lied "Levels" von 2011 habe ihn dazu gebracht, seine eigene Musik zu machen. "Ruhe in Frieden", twitterte Felix Jaehn. Man werde sich immer an Avicii erinnern.

Der Franzose David Guetta schrieb auf Twitter: "Danke für deine schönen Melodien, die Zeit, die wir im Studio verbracht, gemeinsam als DJs gespielt oder einfach nur das Leben als Freunde genossen haben." Der britische DJ Calvin Harris bezeichnete Avicii auf Twitter als "wunderbare Seele, leidenschaftlich und extrem talentiert".

Die niederländische DJ und Musikproduzent Martin Garrix ("Animals") postete bei Twitter ein Foto, auf dem er und Avicii zu sehen sind. "Ich kann nicht in Worte fassen, wie traurig ich gerade bin", schrieb Garrix dazu. "Danke, dass du mich und Millionen andere inspiriert hast." Madonna schrieb auf Instagram: "So traurig... So tragisch. Auf Wiedersehen lieber, bezaubernder Tim." Dazu postete sie ein Foto, das sie mit Avicii zeigt.

"Wir sind dankbar, dass wir ihn gekannt haben"

Schwedens Prinz Carl Philip und seine Frau Sofia gedachten dem Musiker ebenfalls, der bei ihrer Hochzeit aufgelegt hatte. "Wir sind dankbar, dass wir ihn gekannt haben, und haben den Künstler und die großartige Person, die er war, sehr bewundert." Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven sagte, das Land habe einen seiner größten Künstler verloren.

Der amerikanische Musikproduzent Nile Rogers sagte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP, Avicii sei sein "kleiner Bruder" gewesen. Er wisse zwar nicht, was passiert sei. Aber als Freund und Musiker könne er sagen, Tim Bergling sei einer der größten Melodienschreiber gewesen, mit denen er je gearbeitet habe. "Und ich habe mit einigen der brillantesten Musiker auf dem Planeten gearbeitet."

Avicii galt als einer der erfolgreichsten Musikmixer der Elektropopbranche. Er arbeitete mit Chris Martin (Coldplay), Jon Bon Jovi, Robbie Williams und Madonna zusammen. Das britische "DJ Magazine" kürte ihn 2012 und 2013 zum drittbesten Discjockey. Auf der Top-100-Liste war er 2017 noch auf Platz 28.

(wer)