So nennt er sich in seiner Eigenschaft als Sänger der Mittelalter-Rockband In Extremo, die 1996 in einem Berliner Studio geboren wurde. Die sieben Musiker vertonen teilweise jahrhundertealte Texte wie die Merseburger Zaubersprüche und polieren das historische Instrumentarium. Zum zehnjährigen Bandbestehen erscheint morgen das Best-of-Album „Kein Blick zurück“ . Am Samstag starten In Extremo ihre Deutschlandtour in Ravensburg. Am 28. Dezember spielt das Septett im Haus Auensee in Leipzig auf.
Im Frühjahr 1995 unternahmen In Extremo die ersten Versuche, Rockgitarren und Dudelsäcke zu einem klingenden Ganzen zusammenzuführen. Zunächst wirkten sie als folkloristische Attraktion auf Mittelalter-Märkten mit. Am 19. März 1997 trat die Band das erste Mal bei einem Open-Air-Konzert in Leipzig auf: Die offizielle Geburtsstunde von In Extremo hatte geschlagen. Binnen kurzer Zeit wurde die Gruppe zu einem Phänomen - einem durchaus irritierenden zuweilen. Dass sich eine Unterhaltungsband vom Markttreiben bis in die Charts hocharbeitet, ist in der Popbranche kein üblicher Weg.
Das Genre des Minnerock, in dem sie reüssieren, haben sich In Extremo selbst geschaffen - und sind bis auf die Band Subway To Sally konkurrenzlos. Ihr eigenwilliger Mix aus Heavy Metal und Hardrock, gepaart mit mittelalterlichen Melodien, kommt an. Ausgerüstet mit Gitarrenverzerrer, Verstärkertürmen und historischen Instrumenten wie der Sackpfeife oder der Cister, einem Zupfinstrument, schafften sie es mit Hits wie „Vollmond“ und „Küss mich“ in die Rotationen der Musiksender.
Auch Alben wie "Verehrt und Angespien" (2001) und "7" (2003) liefen nicht schlecht, wenngleich der Reiz von In Extremo sich den Fans vor allem live erschließt. In selbst geschneiderten Kostümen begeistern sie regelmäßig ihr Publikum auf Festivals wie dem Wacken Open Air. Ihre Gruftie-Fans kommen bei Gigs auf dem Wave-Gotik-Treffen in Leipzig auf ihre Kosten.

www.inextremo.de