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"Die Wahrnehmung von Fremdsein"

Leipzig. Filmemacher aus aller Welt präsentieren sich wieder in Leipzig. Dieses Jahr gibt es bei der Dok so viele Premieren wie noch nie. dpa/pb

Mit dem Animationsfilm "Mein Leben als Zucchini" startet das diesjährige Internationale Festival für Dokumentar- und Animationsfilme in Leipzig. Unter der Regie von Claude Barras erzählt er die Geschichte eines Neunjährigen, der nach dem Tod seiner Mutter in ein Kinderheim kommt. "Es freut uns, die Dok erstmals mit einem abendfüllenden Animationsfilm eröffnen zu können", sagte Festivalintendantin Leena Pasanen am Freitag bei der Vorstellung des Programms.

In die offizielle Auswahl des vom 31. Oktober bis zum 6. November laufenden Festivals haben es 179 Filme und sechs interaktive Arbeiten geschafft. Mit 100 Premieren erlebt es Pasanen zufolge einen Rekord. Das seien 34 mehr als im vergangenen Jahr. Auch bei den eingereichten Beiträgen sei ein neuer Rekord zu verzeichnen: 2900 Produktionen aus 133 Ländern seien bei der Dok eingegangen - 300 mehr als im Vorjahr.

"Die Wahrnehmung von Fremdsein, die Lebenswelt von Behinderten und Altern als Chance", gehören zu den Schwerpunktthemen, sagte Pasanen. So erzähle der Film "Neben den Gleisen", wie ein Stammtisch in Mecklenburg-Vorpommern auf durchreisende Flüchtlinge trifft. Es werde auch aufgezeigt, welch großes Potenzial geistig und körperlich Behinderte für die Gesellschaft haben. Schwerpunktland ist diesmal die Türkei.