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| 13:21 Uhr

Die Oberlausitz auf der Buchmesse
Von Kito Lorenc bis zu Herrnhuter Ansichten

Maria Matschie vom Domowina-Verlag nimmt unter anderem die Monografie „Dazwischen“ über Kito Lorenc mit nach Leipzig.
Maria Matschie vom Domowina-Verlag nimmt unter anderem die Monografie „Dazwischen“ über Kito Lorenc mit nach Leipzig. FOTO: Uwe Menschner
Bautzen. Die Oberlausitzer Verlage reisen wieder mit großem Gepäck zur Buchmesse nach Leipzig. Morgen öffnet sie ihre Tore für die Besucher. Von Uwe Menschner

An der diesjährigen Leipziger Buchmesse nehmen vier Verlage aus den ostsächsischen Landkreisen Bautzen und Görlitz teil. Neben dem Domowina-Verlag aus Bautzen sowie dem Verlag Gunter Oettel und dem  Neissufer Verlag jeweils aus Görlitz präsentiert auch wieder das Museum der Westlausitz Kamenz (an einem Gemeinschaftsstand mit Gunter Oettel) seine Publikationen in Leipzig.

Mit einem breiten Portfolio reist der Domowina-Verlag zur Buchmesse. „Bei uns dreht sich in diesem Jahr vieles um den im vergangenen Jahr verstorbenen sorbischen Dichter Kito Lorenc“, erklärt Geschäftsführerin Maria Matschie. So stellt der auf sorbische Literatur spezialisierte Verlag die Monografie „Dazwischen“ des bayerischen Slawisten Walter Koschmal vor, der „den schöpferischen Werdegang von Kito Lorenc in der Chronologie seiner Werke in beiden Sprachen wiedergibt.“ Wenige Tage nach dem Empfang des Manuskripts, berichtet Maria Matschie, sei Kito Lorenc verstorben: „Das war für uns eine sehr schwierige Situation.“

Eher ungewöhnliches Lokalkolorit versprüht „Módre buny“ (Blaue Bohnen) von Lubina Hajduk-Velikovic, handelt es sich doch um einen im Sportmilieu angesiedelten Bautzen-Krimi.

Der auf regionalkundliche Literatur spezialisierte Verlag Gunter Oettel ist ebenso wie der Domowina-Verlag Stammgast auf der Leipziger Buchmesse. Sein „Flaggschiff“ bildet in diesem Jahr der Bildband „Herrnhuter Ansichten“, in dem verschiedene Künstler ihre ganz persönliche Sicht auf die Oberlausitzer Kleinstadt, Keimzelle der Herrnhuter Brüderunität, offenbaren.

Es teilt sich den Ausstellungstisch unter anderem mit der Publikation „Moldavite“ des Museums der Westlausitz Kamenz, in welcher der Mineraloge Michael Hurtig über die Funde des glasartigen Vulkangesteins in der Oberlausitz berichtet. „Dafür, dass es sich um ein sehr spezielles Interessengebiet handelt, ist das Buch schon jetzt ein Verkaufsschlager“, freut sich Museumsleiterin Friederike Koch-Heinrichs.

Auch schon zum dritten Mal in Leipzig dabei ist der 2015 gegründete  Neissufer Verlag. Verlegerin und Autorin Natascha Sturm hat sich auf aufwendig gestaltete Kinderbücher spezialisiert und arbeitet dabei eng mit der Illustratorin Juliane Wedlich zusammen. Erstmals bringt sie in diesem Jahr ein Buch einer anderen Autorin heraus: „Karatabar oder die Suche nach dem verlorenen Reich“ von Ulla Kerckhoff, das zwei Kinder in das China der Ming-Dynastie entführt.

Auch mit der Fortführung ihrer eigenen Bücherreihe um die Elfe Taty („Tatys kleine Kräuterfibel) will Natascha Sturm in Leipzig punkten.

Verleger Gunter Oettel aus Görlitz hat  den Bildband „Herrnhuter Ansichten“ mit im Gepäck.
Verleger Gunter Oettel aus Görlitz hat den Bildband „Herrnhuter Ansichten“ mit im Gepäck. FOTO: Uwe Menschner