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| 01:36 Uhr

Die Mühleninsel als Energiezelle

Cottbus. Das Dieselkraftwerk Cottbus wurde in den Jahren 1926 bis 1928 auf der Mühleninsel der Spree gebaut. Auf dem Eiland zwischen Spree und Mühlengraben zeugen vielschichtige Gebäudestrukturen von der industriellen Vergangenheit dieses Ortes. Im 18.

Jahrhundert waren hier am Wasser schon die Gerberhäuser in Betrieb genommen worden, 1903 das Städtische Elektrizitätswerk, das mit zwei Wasserturbinen, Dampfmaschinen und Kesselanlagen die städtische Straßenbahn mit Strom versorgte. 1928 folgte dann das Dieselkraftwerk zum Abdecken von Spitzenbedarfszeiten an Energie und Verteilung des Fernleitungsstromes. Das bestehende Elektrizitätswerk und das Dieselkraftwerk bildeten eine Betriebseinheit mit zentraler Überwachung und Steuerung durch die Schaltwarte des Elektrizitätswerkes. Die Mühleninsel wurde zur Energiezelle der Stadt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Ensemble noch wenige Jahre in alter Funktion genutzt, ab den 1950er-Jahren dann in Teilen nur noch als Reparaturwerkstatt. Seit 2004 fand nun die bauliche Rekonstruktion des Dieselkraftwerkes und seine Umwidmung zu einem Museum der zeitgenössischen Kunst statt.