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Die Ehrlichen kehren heim

Es gibt ein Wiedersehen mit der in München studierenden Christin Henkel.
Es gibt ein Wiedersehen mit der in München studierenden Christin Henkel. FOTO: Michael Helbig/mih1
Cottbus. Der Welt-Ei-Tag naht, es gibt ihn allen Ernstes – er fällt immer auf den zweiten Freitag im Oktober. Dieser Tag ist Anlass, das Programm des bundesweiten Kabarett-Treffens der Studenten bekannt zu geben. Das Festival läuft unter dem Motto "Ei(n)fälle". Peter Blochwitz

Das 22. studentische Kabarett-Treffen findet vom 19. bis 22. Januar 2017 in Cottbus statt. Wie das Studentenwerk Frankfurt (Oder) als Organisator weiter mitteilt, werden 27 Gruppen beziehungsweise Solisten aus elf Bundesländern erwartet. Somit entspricht die Anzahl der Teilnehmer dem Niveau des Vorjahres. Dabei ist vom Solisten bis zum Ensemble, vom Heiteren bis Nachdenklichen, von Trash über Comedy bis zum klassischen Satire-Kabarett wieder von allem etwas dabei. Sieben Teilnehmer sind erstmals bei dem Festival.

Erfreulich aus Lausitzer Sicht: Die Ehrlichen von der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg sind nach langer Zeit wieder mit von der Partie, und zwar mit der Premiere ihres Programms "Der Heimkehrer". Beim 21. Festival im Januar dieses Jahres hatte der aus Finsterwalde stammende Hannes Heimann die Farben der Region vertreten.

Das bundesweite Kabarett-Treffen der Studiosi bleibt seiner Linie treu: Es ist keine Wettkampf-Veranstaltung, Preise werden nicht vergeben. Es versteht sich schlicht und ergreifend als Podium und Plattform des deutschen Studentenkabaretts. Jährlich im Januar treffen sich in Cottbus Studierende, die sich einzeln oder in der Gruppe, gefördert oder autark dem Genre Kabarett hingeben. Dabei entsteht eine erfrischende Mischung aus jungem, dynamischem, kreativem und spielfreudigem Kabarett. Das Publikum ist begeistert, die Vorstellungen sind längst Kult und meist im Handumdrehen ausverkauft.

Das Festival präsentiert sich erneut als Satire-Woche. Über einen Zeitraum von zehn Tagen werden elf Veranstaltungen, zwei Ausstellungen und viermal der Festivalklub zu genießen sein.

Einige Höhepunkte gefällig? Hier: Im Audimax der BTU in Cottbus wird die Ausstellung "100 Jahre Deutsches Kabarett" fortgesetzt. Diesmal ist Teil 4 zu sehen. "1946 - 1966 | Wir sind wieder wer. Aber wer?" - Kabarett im Kalten Krieg wird beleuchtet. Die Schau beginnt am 12. Dezember und ist bis zum 27. Januar zu sehen. Ein guter Bekannter, der singende Seemann Nagelritz, präsentiert "Gemaltes Seemannsgarn" in der Galerie Haus 23. Die Vernissage am 13. Januar, die Ausstellung läuft bis zum 18. Februar.

Die satirische KurzFilmNacht in der BTU-Mensa, traditionell am Sonnabend vor den eigentlichen Kabarett-Tagen veranstaltet, fasst diesmal Beiträge unter der Überschrift "Geld, Spaß, Karriere!" zusammen.

Zu den Festival-Neulingen gehört ein alter Hase: Hans Well (ehemals Biermösl Blosn) ist mit seinen Kindern - Wellbappn - einer der Protagonisten der Eröffnungsgala am 19. Januar im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus.

ROhRSTOCK, das dienstälteste deutsche Studentenkabarett, ist selbstverständlich erneut dabei - die Rostocker haben bisher kein einziges Festival in Cottbus versäumt. Auch wieder sehr gern gesehen ist die ebenso charmante wie frechzüngige Christin Henkel, die in München studiert. Sie präsentiert bei dem kommenden Kabarett-Treffen ihre zweite CD und ihr erstes Buch.

Der Kartenvorverkauf beginnt am 13. Dezember. Tickets werden dann bei Cottbus-Service in der Stadthalle, in der Mensa der BTU sowie online erhältlich sein.

www.studentenkabarett.de