Veranstaltungstipp

Reise nach China in Hoyerswerda

Hoyerswerda. (red/ik) Chinesische Literatur steht im Mittelpunkt der Veranstaltung, zu der der Hoyerswerdaer Kunstverein am heutigen Donnerstag um 19 Uhr ins Schloss Hoyerswerda einlädt. Uwe Jordan stellt am Kamin das Buch „Die dritte Hälfte“ der jungen chinesischen Schriftstellerin Ling Xi vor.

Ling Xi wurde 1972 in Chongqing geboren, studierte Literaturwissenschaften in Wuhan und Schanghai, seit 1998 Betriebswirtschaft in Paris. Die Autorin arbeitet in Paris in einem großen Wirtschaftskonzern. Im Jahr 2010 erschien der Roman „Die drei Hälften“ in französischer und 2012 in deutscher Sprache. Darin erzählt sie, wie ihre Familie, ihr Dorf im China der vergangenen Jahrzehnte lebte. Da wird das schwierige Nebeneinander alter Traditionen und moderner Entwicklungen ebenso deutlich wie die mühselige Arbeit auf dem Lande neben der Entwicklung der Industrie der Moderne.

Es ist die Geschichte ihrer Familie und ihre eigene, die sie freundlich staunend, manchmal verwundert, für uns Leser gelegentlich kurios, doch ohne Gram oder Vorwürfe wiedergibt.

Das Buch widmete sie ihrem Großvater, der Stütze der Familie. Da wird die Mao-Zeit erlebbar, die von der Suche nach einem eigenen Weg geprägt war, ehe China einen Weg in die Moderne fand, der heute immer wieder bestaunt, gelegentlich nicht verstanden wird.

Der Leser wird bei aller Heiterkeit, die aufkommen mag ebenso wie Kopfschütteln, zum Nachdenken angeregt, macht Martin Schmidt vom Kunstverein neugierig.