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| 14:13 Uhr

Dresden
Gipfeltreffen führender Cellisten in Dresden

Dresden. Die 41. Musikfestspiele werden am Donnerstag eröffnet. Hommage an die Romantik

  Die Musikfestspiele in Dresden werden von Donnerstag an zu einem Gipfeltreffen führender Cellisten aus aller Welt. Nachdem Yo-Yo Ma bei einer Art „Vorspiel“ für das Festival Ende Januar in der Frauenkirche alle Cello-Suiten von Bach vortrug, kommt es nun bis zum 10. Juni zu einer „Cellomania“: Unter diesem Titel sind Auftritte führender Interpreten wie Steven Isserlis, Mischa Maisky, Natalia Gutman, Alisa Weilerstein oder Lynn Harrell angekündigt.

Die 41. Ausgabe der Dresdner Musikfestspiele - Ostdeutschlands bekanntestes Klassikfestival - steht unter dem Motto „Spiegel“. Intendant Jan Vogler sieht darin eine Hommage an die Romantik, die vor allem auch in Dresden in der Musik und Bildenden Kunst ihre Spuren hinterließ. Den Auftakt bestreitet der „Chef“ selbst - als Solist eines Konzertes der Königlichen Kapelle Kopenhagen unter Leitung von Hartmut Haenchen, der vor Vogler Festspielintendant in Dresden war.

Wie gewohnt setzen die hiesigen Festspiele auf einen Mix aus Stars der Klassikszene und „jungen Wilden“. Höhepunkte sind unter anderem Auftritte des Royal Concertgebouw Orchestra mit Dirigent Daniele Gatti, des Orchestre des Champs-Élysées unter Philippe Herreweghe und von Solisten wie der Sängerin Joyce DiDonato, der Pianistin Hélène Grimaud und ihres Kollegen Daniil Trifonov. Auch Dresdner Institutionen wie Staatskapelle und Philharmonie sind dabei, genauso wie das eigens für das Festival gegründete Festspielorchester.

Gemeinsam mit den Philharmonikern aus New York und Los Angeles sowie dem Melbourne Symphony Orchestra haben die Dresdner Musikfestspiele beim chinesischen Komponisten Tan Dun eine Komposition in Auftrag gegeben. Seine „Buddha Passion“ ist am 23. Mai mit den Münchner Philharmonikern als Weltpremiere angekündigt und soll dann um die Welt gehen. Dun ist vor allem für Filmmusiken („Tiger and Dragon“) bekannt. Für „Buddha Passion“ ließ er sich von Wandmalereien in den Höhlentempeln an der chinesischen Seidenstraße inspirieren.