Die so genannten Indie-Preise sind Hollywoods Alternativauszeichnungen für unabhängige Filmproduktionen, die nicht mehr als 15 Millionen Dollar kosten.
"Es läuft gigantisch", platzte es aus Michael Ohoven heraus. Der 31-Jährige konnte mit dem von ihm produzierten Film "Capote" gleich drei der Auszeichnungen für "unabhängigen Geist" einheimsen und freute sich mit seinen Eltern auf die "Nacht der Nächte", in der sein Film mit fünf Nominierungen ins Rennen ging.
Etwas stiller genossen die Berliner Produzenten Roman Paul und Gerhard Meixner ihren Erfolg: Der von ihnen realisierte palästinensische Film "Paradise Now" wurde mit dem Independent Spirit Preis als bester Auslandsfilm gewürdigt und konkurriert bei den Oscars direkt mit dem deutschen Beitrag "Sophie Scholl - Die letzten Tage" in der Regie von Marc Rothemund. Der vermisste seine Hauptdarstellerin Julia Jentsch, deren Flugzeug mit zwei Stunden Verspätung in Los Angeles landete, und sagte: "Ob wir das Ding kriegen oder nicht - gefeiert wird auf jeden Fall."
Der große Oscar-Favorit "Brokeback Mountain" konnte die lange Liste seiner Preise verlängern: Die Liebesgeschichte zweier Cowboys erhielt den Independent Spirit Award für den besten Film. Der Regisseur von "Brokeback Mountain", Ang Lee, erhielt den Award für die beste Regie. Felicity Huffman wurde für ihre Darstellung eines transsexuellen Mannes in "Transamerica" zur besten Schauspielerin gewählt.
Tom Hanks (49), Vizepräsident der amerikanischen Filmakademie, gab den diesjährigen Oscar-Anwärtern Tipps für ihre Dankesrede. Alle 150 Nominierten erhielten ein Video mit Ratschlägen des zweifachen Oscar-Gewinners. Seine erste Empfehlung lautet, schnell auf die Bühne zu kommen, "anstatt erst jede Person im Umkreis von zehn Sitzreihen zu küssen". (dpa/sts)