Die Story: Alte Freunde sind sie, die beiden Kommissare Schürk und Hölzer. Schön, dann kennt man sich schon mal. Außerdem geht es um Zwangsarbeiter, einen völlig überzogenen Familienmogul, Erbe und so weiter. Kreativ ist das nicht, aber immerhin: Ein bisschen Geschichtsunterricht kann ja nicht schaden.

Der Häh-Moment: So ganz wird nicht klar, warum die beiden Kommissare so arrogant aufeinander reagieren – schließlich war man sich in der Kindheit doch offenbar sehr nah. Allerdings ist die ganze Hintergrundgeschichte völlig unnötig. Ja, es geht wieder ums Persönliche bei den Kommissaren. Das muss wirklich nicht sein – zumindest nicht solange, wie man eine gute Story erzählen kann.

Der Bäh-Moment: Irgendwer hat bei der Continuity ordentlich geschlafen. Da liegt der alte Mann mal, dann sitzt er wieder, dann liegt er wieder. Das sind Anfängerfehler und das ist ärgerlich.

Der Haha-Moment: Haben Sie auf die Frisur von Daniel Sträßer geachtet? Klar, mit Anfang 30 will man in der Kopfregion noch gut aussehen, dass da aber so gar keine Strähne mal Reißaus sucht – passt leider zur Darstellung. Steif. Mehr nicht.

Der Oh-Oh-Moment: Die Hiebe vom Herrn Papa – das war natürlich hart. Und der Abschied von ebendiesem am Krankenbett. Nicht schön – aber auch hier: Hölzerner geht eine Darstellung nicht.

Fazit: Die Premiere der beiden neuen Saarland-Ermittler war – trotz einigermaßen solider Story – mehr als enttäuschend. Zu cool, zu ernsthaft, zu wenig Emotion. Schade. Aber fürs nächste Mal wissen wir das ja jetzt.