Das Gute an diesem Tatort: Batic und Leitmayr lassen blicken, dass sie sich bald in den Ruhestand verabschieden. Liebe Münchner Kommissare: Es wird Zeit. Danke für viele gute Sonntagskrimis, aber in jüngster Zeit quälen wir uns durch die eineinhalb bayrischen Stunden im Öffentlich-Rechtlichen. Nein, auch der Weihnachtstatort hat das nicht wieder gutgemacht.

Was nach zwei Tagen Feststimmung wirklich keiner mehr braucht, sind die Wirren, die sich ein noch so kreativer Drehbuchautor ausgedacht hat, um einen einigermaßen gut konstruierten Fall zum Unfall werden zu lassen. Nein, nach ganz viel Gans und noch mehr Wei(h)n war das, was die Münchner uns da zum Festtagsausklang serviert haben, eine Nummer zu mächtig.

Natürlich verarztet der Münchner Krimi dann auch auch die DDR- und Stasi-Vergangenheit. Als sei die Nutella/Nudossi nicht schon dick genug auf dem Brot.

Ja, die Kritiker feiern diesen Tatort als filmisches Highlight zu Weihnachten. Mag es gewesen sein, aber mal ehrlich: Zwei Kommissare aus der Münchner Mordkommission ermitteln international bis nach Kenia? Ernsthaft? Man will sich gar nicht ausmalen, wie viele Hände da über Köpfen in deutschen Polizeirevieren zusammengeschlagen wurden. Ja, ja, das Ganze beruhte natürlich auf einem reellen Fall. Macht’s aber auch nicht besser.

Nö – dann doch lieber Puderzucker-Klamauk aus Münster – so wie kurz vor dem Fest. Der war seicht genug, um ihn auch noch nach der Gans genießen zu können.