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| 14:28 Uhr

Interview
Hommage an Struwwelpeter-Lebemann

Mr. Rod
Mr. Rod FOTO: PR
Senftenberg. Der Sänger Marco Wölfer verneigt sich vor Rod Stewart: Auftritt am Sonnabend im Senftenberger Amphitheater. Von Heidrun Seidel

 „Sailing“, „Maggie May“, „Hot Legs“, „Baby Jane“, „The First Cut Is The Deepest“ und viele andere weltweit beliebte  Klassiker: Das Amphitheater am Senftenberger See bietet am Sonnabend ab 19.30 Uhr mit „Mr. Rod & Band“ eine einzigartige Hommage an die Songs und das raue und doch so gefühlvolle Organ des schelmischen Briten. Die RUNDSCHAU sprach mit Mr. Rod.

Mr. Rod oder besser, Marco Wölfer, wie Ihr privater Name ist,  Sie touren mit einem Programm über Rod Stewart durch die Lande und sind am Sonnabend im Senftenberger Amphitheater zu Gast. Aber Sie verstehen sich nicht einfach als Double. Was machen Sie anders?

Wölfer Für mich und in der Show steht die Musik von Rod Stewart, also sein musikalisches Werk, im Vordergrund. Mir war es von Anfang an sehr wichtig, dass die Show in allen Komponenten authentisch ist, und aus diesem Grund wollte ich nie eine klassische Double-Show auf die Bühne bringen, mit Perücke und Pipapo, sondern eine hochwertige Show mit der Musik von Rod Stewart.

Das heißt, diese Rolle ist für Sie künstlerisch anspruchsvoll?

Wölfer Die „Rolle“ in der Show ist für mich als Künstler sehr anspruchsvoll. Wir haben es hier mit einem der größten Rock- und Popsänger unserer Zeit zu tun.

Wie kam es zur „Spezialisierung“ auf Rod Stewart?

Wölfer Nun, eine „Spezialisierung“ gab es nie. Ich sah zum einen immer schon so ähnlich aus (ich habe meine Mutter gefragt, aber sie weiß von nix), und zum anderen war Rod Stewart musikalisch schon immer an meiner Seite. 2012 war die Idee geboren, eine Hommage an Rod Stewart zu konzipieren. Konzept und Vorbereitung dauerten zwei Jahre. 2014 war im Januar in Singapur die Premiere mit einem riesigen Erfolg. Im Juni 2014 kamen wir dann das erste Mal nach Deutschland.

Nun ist Rod Stewart durchaus sehr lebendig. Gibt es Kontakte mit dem Original?

Wölfer Rod Stewart und sein Management wissen, dass es die Show gibt und wir weltweit unterwegs sind. 2014 haben sie die Show für Europa exklusiv autorisiert.

Ihr inzwischen 73-jähriges Idol wird als „Struwwelpeter und Lebemann des Rock mit einem geraspelten Charisma in der Stimme“ bezeichnet. Trifft all das auch auf Mr. Rod zu? Und auch die etwas eigenwillige Garderobe?

Wölfer Ich halte nicht viel davon, auf der Bühne dunkle Outfits meist bei dunklem Bühnenvorhang zu tragen. Das wäre nicht meine Bühne. Bei der Garderobe bin ich wie Rod Stewart: ausgefallen kreativ. Er war auch schon immer ein Struwwelpeter und Lebemann. Ich persönlich liebe die Musik, mein großartiges Team und natürlich die Frauen. Wenn Ihre Frage darauf zielt, ob ich viele Kinder von verschiedenen Ehefrauen habe, muss ich dieses noch mit NEIN beantworten. Auf dem Weg bin ich aber. Darüber werden die Zuschauer in Senftenberg mehr erfahren.

Sie sind in Crimmitschau, also im Osten Deutschlands, aufgewachsen. Wie war Ihr Weg zur Musik?

Wölfer  Ich bin in Crimmitschau aufgewachsen, und mein Weg zur Musik begann als kleiner Mann mit Schlagzeugunterricht, später Gitarre und Klavier und schließlich eine Ausbildung als Sänger an der Hochschule in Dresden.

Ein paar Worte zu Ihrer Band und dem Team bitte.

Wölfer Ich bin sehr stolz auf mein Team. Wir sind die letzten Jahre sehr zusammengewachsen. Ob Musiker, Crew, Stylisten oder Management, alles hat sich gesucht und gefunden. Wir haben zusammen  viel Fleiß und Schweiß in die Show investiert, um sie noch besser zu machen, und es ist wie in einem Unternehmen, ein fortlaufender Prozess. So viel kann ich für Senftenberg verraten: Wir haben als Special Guest eine junge Frau am Akkordeon dabei. Zum ersten Mal und exklusiv in Senftenberg.

Sie haben bereits vor einem Jahr das Publikum im Amphitheater Senftenberg begeistert. Damals waren Sie gerade von einem mehrwöchigen Engagement bei einer Kreuzfahrt auf der MS „Europa“ zurück. Wo sind Sie sonst noch unterwegs?

Wölfer Wir spielen weltweit. Sowohl auf den Schiffen bei Hapag Lloyd sowie in vielerlei Locations. Wir hatten das große Glück, im vergangenen Dezember eine Tournee in Neuseeland machen zu dürfen. Unvergesslich schön! Jetzt sind wir im Juli und August in ganz Deutschland unterwegs, und wir freuen uns sehr auf Senftenberg. Es war letztes Jahr schon wundervoll, und das Ambiente im Amphitheater ist ein ganz besonderes.

Um die Textsicherheit des Publikums zu garantieren: Welche Titel bringen Sie mit?

Wölfer  Musikalisch gehen wir zurück in die weite Vergangenheit von Rod Stewart, spielen gute Evergreens. Auf welche Songs sich die Gäste schon einmal vorbereiten können?  Beispielsweise „You’re in my heart” und „The first cut ist he deepest” – da werde ich an dem Abend wohl die Textsicherheit des Publikums testen.

Mit Marco Wölfer
sprach Heidrun Seidel