Das liegt vor allem daran, dass der Abend in der Lausitz für Marco Rima und seinen Kollegen am Flügel Phil Dankner ein ganz besonderer ist, einer, der laut Rima in die Geschichte eingehen wird: Denn die beiden müssen über einen spontanen Witz selbst so lachen, dass sie sich die ganze restliche Show nicht mehr beruhigen können. Es geht um Indianer „Rostige Feder“ und Ashley, die nur 37,2 Kilo wiegt. „Und ohne Schuhe zwölf“ , schiebt Rima nach. Damit ist es um die beiden Profis geschehen. Nicht zuletzt ein Zeugnis dafür: Sie haben Spaß an ihrer Arbeit. Marco Rima, der in Deutschland vor allem aus der Sat.1-Sendung „Die Wochenshow“ bekannt ist, wirkt schon durch seine eigenwillige Figur. Mit seinem gewölbten Bauch über dem Hosenbund stolziert er über die Bühne und äfft eine Frau beim Bummeln nach. Mit Pudelmütze rappt er über Darmverschluss und Alcaselzer und schraubt auf Bestellung seine Kulleraugen heraus und kneift den Mund zum Strich.
Dann wieder intoniert er mit todernster Miene ein gar nicht lustiges Liebeslied und zeigt seine Qualitäten als Sänger. Denn Rima ist nicht nur Komiker, sondern auch Schauspieler (zum Beispiel Fernsehfilm „Der Kinderhasser“ ) und Autor, Produzent und Hauptdarsteller im Comedy-Musical „Hank Hoover“ . Und gelernter Primarlehrer, dem die Komik offenbar besser lag: Denn er kann bereits eine Goldene Schallplatte und viermal den Schweizer Oscar Prix Walo für sich verbuchen. Und obwohl auch er sich am Lieblingsthema der Komiker - die Unterschiede zwischen Mann und Frau - abarbeitet, hat er doch einige neue Schlenker dabei. Dass er sich oft einsam wie ein Pinguin auf der Eisscholle fühle, der sich auf dem Weg zum Südpol verfahren hat, zum Beispiel. Als er über Steh-Pinkeln und Revier-Markieren philosophiert und die Fußballtribüne im Cottbuser Stadion als geeigneten Ort anführt, hat er Publikumspfiffe sicher. „Ich kenne doch die Resultate nicht“ , versucht sich Rima zu verteidigen. „Weiß der Geier....“
Zum Abschied gibt er - nachdem er ein nicht gerade verständliches Lied auf Schweizerdeutsch präsentiert hat - unter Gejohle den Opa Adolf Frey aus der „Wochenshow“ und ermuntert die Lausitzer, ihr Lachen noch etwas bei sich zu halten. Was bei dem ein oder anderen ob des Abends am (Lach-)Limit auch geglückt sein mag.