Hermann Fürst von Pückler-Muskau ruht seit Winter 1871 im Tumulus, in der Seepyramide Branitz. Im Jahr 2014 ist dieses europaweit einmalige Grabmal aufwendig restauriert worden.

Der Film "Der Tumulus. Grabpyramide des Hermann Fürst von Pückler-Muskau" des Cottbusers Donald Saischowa (Foto) verbindet zwei Erzählstränge: die Restaurierungsarbeiten an der Branitzer Pyramide mit Pücklers Nilreise, die seinem Reisebericht "Aus Mehemed Alis Reich" aus dem Jahr 1844 zugrunde liegt. Er führt zu heute weltberühmten Reiseetappen des exzentrischen Globetrotters, zu den Pyramiden von Gizeh und Sakkara, nach Abu Simbel, in den Säulenwald des Karnak Tempels und in das Ramesseum bei Luxor. Die Originaltexte Pücklers, die vom Cottbuser Schauspieler Thomas Harms gesprochen werden, vermitteln ein lebendiges Bild einer Nilreise im 19. Jahrhundert.

Verdeutlicht wird zudem die Herangehensweise der beiden Landschaftsarchitekten Hagen Engelmann und Stefan Palm an die Herausforderung einer denkmalgerechten Pyramidenrestaurierung. Mit großem Respekt werden Bilder der strapaziösen manuellen Erdarbeiten auf der Pyramide gezeigt. Die Kamera kommt dabei den Bauarbeitern sehr nahe, O-Töne berichten von ihren Gedanken.

Auch wird auf das Schicksal der legendären Machbuba geblickt, jenes Sklavenmädchen, das Pückler kaufte und das fern des Orients in Einsamkeit vor 175 Jahren sehr jung verstarb. Der Filmmacher spürt dem "genius loci" - dem Geist des Ortes - nach, indem er Fragen formuliert.

Die Dosfilm-Produktion in Kooperation mit der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz wird am Donnerstag dieser Woche im Hof des Branitzer Parkrestaurants "Zum Cavalierhaus" uraufgeführt, teilt die Stiftung mit. Einlass ist ab 19.30 Uhr. Die gastronomische Versorgung wird durch das Restaurant gewährleistet. Die DVD "Der Tumulus" kann vor Ort käuflich erworben werden.